Monthly Archives: September 2014

Babyphone 2.0

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Grade ist es mir schon wieder passiert. Ich habe meine Kinder verglichen. Eigentlich wollte ich dies nicht tun. Aber die Sache mit dem Mittagsschlaf ist bei beiden so anders, dass es mich jeden Tag wieder neu fasziniert. Bei Anton bin ich immer Ewigkeiten mit dem Baby/Kleinkind vorm Bauch in der Trage, ein Lied nach dem anderen singend, durchs Haus gelaufen, um ihn zu beruhigen und zum schlafen zu bewegen. Schlief er dann endlich, legte ich ihn in sein Bettchen, wo er in Ruhe Mittagsschlaf halten konnte.
Bei Oskar ist alles anders. Wenn er mittags müde wird, lege ich ihn in sein Bett und gebe ihm noch etwas zum kuscheln. Er winkt mir zu und schläft friedlich ein.
Klar ist jedes Kind anders jedoch habe ich noch eine weitere Vermutung warum der Eine lieber schlafen geht als der Andere. Unser Babyphone.

Beim ersten Kind kaufen wir ein stinknormales Babyphon. Natürlich achteten wir darauf, dass dieses strahlungsarm usw. ist. Dies bedeutete aber, dass der Sender erst sendete, wenn ein Geräusch im Zimmer war. Im Empfänger kam dann ein knacken/rauschen an. Nur bei längerem Geräusch, wurde der Ton übertragen. Ich reagierte also, wenn das Kind schrie.

Das Babyphone fiel mir nach ca. 1,5 Jahren hin, danach konnte der Akku des Empfängers nicht mehr geladen werden und wir schafften es ab.

Als Oskar geboren wurde, kauften wir ein neues, sogar mit Bild, jedoch war dieses überteuerte Teil der grösste Mist, denn auf dem briefmarkengroßen Display konnte man nichts erkennen und Ton kam auch erst, wenn der Säugling aus ganzer Kehle schrie. Wir schickten es zurück.

Die ursprüngliche Idee des Mannes, einfach eine IP Kamera zu kaufen, wurde wieder aufgegriffen. Ich fand das ja am Anfang ein bisschen nerdmäßig, aber mittlerweile bin ich begeistert. Und auch alle anderen, die es einmal gesehen haben, finden es super. Im Kinderzimmer steht nun neben dem Bett die Kamera, ans LAN angeschlossen und das Monitoring läuft über eine App, die wir noch zusätzlich kauften. Das Bild ist klasse, ich sehe Tag und Nacht, ob sich der Brustkorb bewegt, ob die Augen auf oder zu sind. In der App kann man einen Schwellwert angeben, ab dem Ton übertragen werden soll, und noch einen weiteren, ab dem ein (einstellbares) Alarmsignal ertönt. Die Kamera kann per App gesteuert werden, falls sich das Baby aus dem Bildbereich rausbewegt hat und Gegensprechen ist auch möglich.
Wir haben die App meist auf dem iPad laufen, da wir dieses sonst nicht so viel benutzen und das Ganze schon ganz schön viel Akku saugt. Nachts bleibt diese aus, da wir ja auf der gleichen Etage schlafen, ich schau dann nur kurz noch mal drauf, bevor ich mich ins Bett lege, ob das Kind die Augen zu hat, oder gleich eh wieder wach wird. Oskar ist nämlich ein kleiner Seismograph ;).

Und nun zu meiner Vermutung. Da ich genau sehen kann, wie mein Kind gerade schläft, die App so eingestellt ist, dass sie auch die Aufwachgeräusche überträgt, aber dabei noch nicht warnt, muss er eigentlich im Bettchen nicht weinen bzw. Angst bekommen. Wenn ich merke, er wird unruhig, achte ich im Moment darauf, ob er sich aufrichtet. Denn das ist sein Zeichen, dass er aufstehen mag. Dann geh ich ins Zimmer und er strahlt mich schon an.

Verpasse ich den Moment, ist er wirklich sauer.

PS: Das Bild oben wurde grade aus der App raus geschossen. 🙂

Zum Nachbauen:

  • Kamera: „Foscam FI8910W“ (seit Juni 2013 im Einsatz, keine besonderen Vorkommnisse, unauffällig gut, W-LAN wird bei LAN Verbindung automatisch deaktiviert, insofern strahlungsfrei)
  • App für iOS: „Baby Monitor for IP Camera“ (seit Juni 2013 im Einsatz, wird immer noch regelmässig mit Updates versorgt, sehr gut.
  • App für Android „tinyCam Monitor PRO for IP Cam“ (ungetestet)

Strandurlaub

Nun sind unsere 3 Wochen gemeinsame Zeit auch schon wieder rum. Wie schnell das doch geht. Ich genieße die gemeinsame Zeit immer sehr, denn obwohl ich ja keinen wirklichen Büroalltag habe, von dem ich mir Urlaub nehmen könnte, so hab ich doch sehr viel entspannen können. Alleine dadurch, dass da noch jemand zur Verfügung steht, auf dem die Kinder turnen können usw.

Und dann hatten wir uns ja auch noch eine Woche lang ein Häuschen am Meer gebucht. Ein Strandhäuschen. Wie letztes Jahr auch. Nur dieses Mal wollten wir die Deluxe slaapzand Häuschen in Domburg ausprobieren, da die von aussen so super toll aussahen.

14088063753607622208So ein Standhäuschen ist ja ideal mit kleinen Kindern. Aufwachen, aufs Meer sehen, Tür auf, losbuddeln. Unsere 2 fanden es jedoch ab dem 3. Tag toll, mit Papa Brötchen zu holen. Wir hatten ein Bakfiets ausgeliehen und neben dem Supermarkt steht ein riesiges Piratenschiff zum klettern.

In der Zeit konnte ich dann in Ruhe das Frühstück vorbereiten, duschen, lesen oder einfach nur das Meer anschauen.

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Das Wetter war doch recht wechselhaft in der Woche, was uns aber nicht weiter gestört hat. Wenn es am Meer zu windig zum Buddeln war (tat echt manchmal weh der Sand), dann sah es hinter der Düne schon wieder ganz anders aus und wir machten eine Radtour. Oder wenn eine Regenwolke drohte, wurde halt bis zum ersten tropfen gebuddelt, dann verzog man sich schnell ins Häuschen, spielte dort ne Runde UNO und dann konnte man auch schon wieder raus. Das ich echt toll an den Häusern, dass man seinen Strandtag nicht wegen einer kurzen Schauer abbrechen muss.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAnsonsten haben wir aber auch einfach die Ruhe am Strand genossen. Der Große fand schnell Anschluss und gemeinsam wurde eine riesige Burganlage gebaut bzw. von den Bauleiter-Papas bauen lassen. 😉

Michi besorgte kurzerhand noch Neoprenanzüge für die Kinder, weil das Meer zwar nicht kalt, der Wind aber umso kälter war. Die Zwei hatten riesig Spass darin.

2014-08-18_bigMorgens beobachteten wir Pferde die am Strand in Gruppen ausritten, Nachmittags die Surfer und andere Wassersportler die die Wellen genossen.

Wir schliefen bei offenem Fenster, hörten das Meer rauschen und liessen uns von der Sonne wecken. Oder auch vom Gewitter, aber das war immer nur nachts, dafür umso imposanter. 😉

Doch das tollste an den Häusern ist, dass man sich einen Sonnenuntergang anschauen kann und die Kinder schon friedlich schlafen.

14088063894608292209Da ich schon von so vielen Leuten gefragt wurde, wie denn die Häuschen so sind, hier mein Eindruck:

Der Grundriss der Häuser gefällt mir super. Man hat zum Meer gerichtete Fensterfronten, die bei Ankunft sogar geputzt waren, aus der oberen Etage kann man auch seitlich aufs Meer schauen. Wenn die Matratzen etwas erhöht wären (Lattenrost o.ä.) dann könnte man von dort aus ebenfalls rausschauen. Für den doch recht hohen Preis darf man nicht mit Luxus rechnen. Der Innenausbau ist ok, lediglich ein wenig Stauraum hat mir gefehlt. So haben wir aus dem Koffer gelebt, aber man hätte auch den Schrank für die Aussenpolster nutzen können und die Polster dann irgendwo im Raum gestapelt. Die Einrichtung ist funktional und abwaschbar. 😉 Es ist ein Windfang für draussen vorhanden, ich habe aber auch Leute gesehen, die ihre Terassenmöbel im Sand eingegraben haben. So was kann ich ja nicht nachvollziehen. Die Häuschen haben eine Heizung falls notwenig, aber eigentlich heizen die sich ziemlich dolle auf, wenn da mal kurz die Sonne draufscheint. Da muss man schon des öfteren Durchzug machen, damit man oben überhaupt schlafen kann.

Wer sich Sorgen macht, wie er denn sein Gepäck ins Haus bekommt: Bei Ankunft schickt man kurz ne SMS zum Veranstalter und dieser kommt dann mit einem Allrad vorbei und bringt das Gepäck zum Haus. Bei Abreise halt umgekehrt. Man kann auf einem speziellen Parkplatz auf der anderen Seite der Dünen das Auto abstellen.

Wir fanden es super und würden es jederzeit wieder machen.

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