Monthly Archives: Oktober 2014

Kindermusik nicht nur für Kinder (1)

Inspiriert durch den monatlichen Einblick ins Bücherregal bei geborgen-wachsen.de und dem von mir lang ersehnten Kinderalbum, das letzte Woche in unserem Briefkasten landete, wollte ich mal unsere liebste Kindermusik vorstellen, die ich immer wieder hören kann ohne wahnsinnig zu werden. 🙂

Den Anfang macht ein Album, das schon seit fast 2 Jahren bei uns oft und gerne gehört wird.

IMG_3056.JPGDie Lieder SIEBEN vom DAS DA Theater. (Ja, die CD ist schon ein wenig abgeliebt. 😉 )

Wir besuchten Ende 2012 die Aufführung von „Der Grüffelo“ mit Anton. Das Stück war super und im Anschluss nahmen wir die im Voyer liegende CD mit. Hierauf sind die Lieder zu 4 Kinderstücken zu finden: „Konrad“, „Der Grüffelo“, Der kleine Ritter Trenk“ und „Annabel“. Auch wenn wir die anderen Stücke nicht gesehen haben, so liebt der Große die Lieder sehr und kann jedes auswendig.

Besonders die Lieder zu „Konrad“ hinterfragte er schon oft, bzw. haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. So musste ich mir auch schon mal anhören, ob ich ein Kind aus der Dose will, als ich ihm etwas auftrug, wozu er in dem Moment keine Lust hatte.

Mir gefällt „nobody is perfect“ am Besten auf der CD.

Ob es die CD beim DAS DA Theater noch zu kaufen gibt, kann ich leider nicht sagen. Wenn wir uns das diesjährige Stück anschauen, werde ich mal Ausschau halten.

Basteln mit Jungs (3)

Vor ein paar Tagen bestürmte mich der 4,5-Jährige, dass wir unbedingt einen Computer aus zwei Holzbrettern, die wir zufällig im Keller hatte, bauen müssten. Was?

Nun, Anton hatte den Beitrag „Spielzeug selbstgebaut: Ein Laptop für mein Kind“ von @fraumierau zusammen mit seiner Mutter angeschaut und war ganz begeistert. Ich kann den Artikel nicht, was auch der Grund für meinen sachlich falschen Tweet heute morgen war, ich dachte, die Idee mit dem Tafellack hätte ich zuerst gehabt.

Ich bin was handwerkliches tun angeht, eine Niete. 2 linke Hände mit je 5 Daumen. Aber gut. Mit falschem Werkzeug versuchte ich die vorhandenen Bretter auf gleiche Breite zu sägen und gab dem Sohn direkt ein Beispiel für so mässige Frustrationstoleranz, aber auch, das nicht immer alles auf Anhieb klappt. Die Frau besorgte darauf im Baumarkt zwei passende Kiefernbretter Fichtenbretter.

Für den Monitor bereitete ich zusammen mit Anton eine Schablone mit abgerundeten Ecken vor und konnte dabei direkt noch etwas über einen Zirkel erklären. Anders als in Susannes Original haben wir die Tastatur auch ausgearbeitet, danke Christina für die Fummelsarbeit:

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Statt einer Schnur zum Halten des Monitors verwendeten wir eine Messingkette… „Papa, meine Lieblingsfarbe, Gold!“.

Ansonsten haben wir Monitor und Tastatur genau wie Susanne mit Tesakrepp abgeklebt, auch das Streichen mit Rolle und Tafellack verlief offensichtlich analog. Da das Holz sehr stark saugte, haben wir insgesamt 3 Lagen jeweils nach einer Nacht trocknen aufgebracht:

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Beim Schrauben hat Anton ebenfalls mit geholfen:DSC00001Er konnte es kaum erwarten und ich finde, das Gesicht spricht Bände:DSC00007Wie ging es weiter? Er klemmte sich seinen Computer unter den Arm, ging Richtung Tür „Ich muss zur Arbeit…“, ich sah einen Spiegel meines frustrierten Gesichtes, wenn ich mal wieder während einer kniffeligen Aufgabe am Rechner fluche. Als wir die Kreide auspackten wurde als erstes „Angry Birds“ gemalt.

Nun hat so ein Kinderlaptop bei uns auch eine Vorgeschichte. Nachbarstochter hat seit einiger Zeit einen knallrosa „Hello Kitty“ Laptop mit einem LCD Display in Qualität der späten 1990er, den ich einfach gruselig finde. Offen gesprochen fand ich die schon zu meiner Kindheit schlimm, aber trotzdem, Anton wollte auch unbedingt so einen haben. Nun, nein. Lieber noch einige Jahren warten und er bekommt einen abgelegten, aber richtigen Computer und Erziehung in sozialer Medienkompetenz direkt mit.

Dieses selbstgebaute Spielzeug hingegen ist in unseren Augen in jeder Hinsicht altersgerecht und der Herstellungsprozess einfach genug, dass ich er mithelfen kann, Dinge macht, die sonst hier nicht gemacht werden und nachher einfach auch mal ohne äußere Vorgaben Mamas und Papas Arbeit nachspielen kann.

Nun warte ich darauf, dass der 1,5 Jährige auch einen Laptop möchte 🙂

 

 

Temporär alleinerziehend

Der Mann und ich sind nun seit knapp 14 Jahren zusammen, davon aber nur wenige Tage getrennt. Und die letzten 10 Tage sind dabei der längste Zeitraum überhaupt. Darüber kann so mancher nur lachen. Aber für uns ist das schon wirklich viel.

Seitdem wir Kinder haben waren es immer nur mal 2 oder 3 Tage. Die vergingen meist wie im Flug. Diesmal verging die Zeit auch wie im Flug, doch ich merke, wie mir seine Unterstützung fehlt. Heute fühle ich mich ziemlich ausgelaugt und bin froh, dass wir uns doch gegen ein Abholen am Flughafen entschieden haben.

Die Kinder waren in den letzten Tagen wirklich nicht anstrengend, doch das Dauerquasseln des besserwisserischen 4-Jährigen hat meine Nerven schon etwas strapaziert. Heute sagte ich ihm, dass ich einmal 5 Minuten Pause brauche woraufhin er fragte, ob es sei, weil er so viel reden würde. <3

Oskar hat die Nächte schlecht geschlafen, ist oft aufgewacht und hat nach Papa gerufen. Ich hab ihn irgendwann immer zu mir geholt, da ich auch endlich schlafen wollte. Schlafmangel macht sich bemerkbar.

Mir fehlt es, mich abends austauschen zu können, auch wenn ich abends jetzt so viel Zeit hatte, dass ich 2 Pullis, eine Bluse, ein Langarmshirt und ein weiteres Geheimprojekt genäht habe.

Wunderschön war es zu sehen, wie sehr sich die Kinder über jedes Video gefreut haben, das Papa schickte. Der Große hörte immer direkt mit seinem Tun auf, sobald ich sagte, dass ein neues Video gekommen sei. Und der Mini rief immer nur „Papa, Papa“. Küsse wurden dem Video gegeben. Glänzende Kinderaugen. <3

Gleich ist Boarding. Bald ist er wieder da. Wir freuen uns.