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(Bahn)Reisen mit Kindern

Bereits vor einiger Zeit habe ich den Vorsatz gefasst, doch noch mal etwas in dieses Blog hier zu schreiben und zwar zum Thema Bahnreisen mit Kindern. Haben das in den letzten 2 Jahren relativ häufig und jedesmal sehr gerne gemacht, sind aber bereits mehrfach online wie offline angesprochen wurden, ob das nicht sehr anstrengend und obendrein teuer ist.

Konkreter Anlass, den Post schlussendlich zu schreiben ist Kerstin Tweet:

Lest mal den kompletten Thread. Meine Meinung dazu habe ich bereits kund getan, die wichtigen Details aber insbesondere zur Antwort der DB-Bahn, dass die erste Klasse insbesondere von Geschäftsreisenden gebucht wird, die gerne in Ruhe arbeiten möchte: Ich versuche zwar, dauerhaftes Unterwegsein zu vermeiden, bevorzuge aber auch den Zug, da die Zeit im Gegensatz zum Auto halbwegs produktiv genutzt werden kann. Ich erwarte allerdings keine idyllische Stille, genauso wenig wie leckeren Kaffee, keine Geruchsbelästigung durch das Essen von Mitreisenden oder gar stabiles W-LAN. Dann arbeite ich lieber zu Hause. In der Regel kann aber „das beste“ daraus gemacht werde, jeder kann sich ein wenig anpassen.

Aber zurück zu den schönen Dingen: Jüngere Kinder (unter 6) fahren generell kostenlos mit, Kinder unter 15 Jahren mit Eltern oder Großeltern ebenfalls kostenlos. Ich habe aktuell eine BahnCard 100, meine Frau bekommt darüber eine kostenlose BahnCard 25. Zusammen mit einem Plan-und-Spar-Ticket und einer Familienreservierung sind die Kosten für eine Tour von Aachen nach Berlin nicht höher als mit dem Auto.

Im Gegensatz dazu können wir gemeinsam die Fahrt genießen: Niemand muss sich dauerhaft auf den Verkehr konzentrieren, wir können spielen, ob elektronisch oder analog. Wir können so verrückte Dinge machen wie uns miteinander unterhalten. Das ist irre, muss man einfach mal probieren.

Einer meiner ersten Ausflüge 2013 ging mit Anton nach Frankfurt:

Dort haben wir das Senckenberg-Museum besucht sowie die hohen Türme bestaunt. Im letzten Jahr haben wir das dann zu viert wiederholt:Eine absolut großartige Tour war die Fahrt 2016 mit den „Thalys 25“ Tickets nach Paris. Die Tickets mussten vorbestellt werden und waren stark reduziert. Der Thalys ist klasse, Paris sowieso:In „richtigen“ Großstädten gibt es ja in der Regel sehr gut funktionierenden ÖPNV und nicht wie in Aachen nur Busse. Manchmal staune ich, wieviele Kinder aus unserem Umfeld (in Aachen) noch nie eine U-Bahn, Metro oder ähnliches genutzt haben. Das folgende Bild stammt aus Berlin im letzten Jahr:Wir waren in den letzten 3 Jahren in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Mannheim, Paris und einigen weiteren Städten mit Kindern im Altern von 4 bis jetzt 8 Jahren. In der Regel finden sich viele Attraktionen und Sehenswürdigkeiten, die sowohl für jung als auch alt geeignet sind. Es muss nicht immer nur ein „Kinderland“-Besuch irgendwo sein. Es gibt Naturkunde, Technik oder ähnliche Museen, in denen die Kinder nicht nur staunen, sondern auch anfassen dürfen.

Wir sind gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Für 2, 3 Tage oder Tagestouren braucht es nicht viel Gepäck und am Ende vom Tag ist man gerade in Großstädten in unseren Augen ohne Auto deutlich flexibler.

Und am Ende sammeln die Kinder auch so etwas wie Bonusmeilen: