Author Archives: Tina

Das neue „Wir“

Anfang Oktober trug Anton seine Matratze in Oskars Zimmer, um bei ihm zu übernachten. Dies kam alle paar Monate vor, und die Jungs genossen die gemeinsame Zeit. Meist am Wochenende, da sie dann noch was länger aufbleiben durften, und der Große dem Kleinen im Bett noch Geschichten vorlas. Diesmal blieb das Bett länger als eine Nacht liegen, da sie sich nicht gegenseitig vom Schlafen abhielten und es einfach gut klappte. Beide Kinder schliefen gut, und vor allem musste ich auch nachts weniger aufstehen und beruhigen.

Nach 2 Wochen hatte ich jedoch die Schnauze voll. Die Kinderzimmer sind klein und man konnte wg. der zusätzlichen Matratze in Oskars Zimmer weder gut spielen noch laufen. Ich schug also vor, dass wenn sie weiterhin zusammen schlafen wollen, wir die Zimmer in ein Schlaf- und ein Spielzimmer umbauen. Die dazu gehörenden Konsequenzen, dass dann jeder mit jedem Spielzeug spielen darf und auch bei Besuch, niemand aus dem Spielzimmer geschickt werden darf störten die Kinder nicht und sie waren Feuer und Flamme.

Und so trugen wir an einem verregneten Sonntag ein Bett ins neue Schlafzimmer und 2 Regale ins neue Spielzimmer. Wir sortierten stundenlang Spielzeug und die Kinder halfen fleissig mit. Sie waren glücklich und zufrieden. Sie hatten nun endlich Platz zum spielen und alles fand seinen Platz.

Alle Bücher und Malsachen wanderten in Schlafzimmer, und wir gestalteten es so, dass man sich dort gut aufhalten konnte, wenn man seine Ruhe haben möchte. Beide Kinder bekamen einen Platz zum Malen/Schreiben und eine Kuschelecke wurde geschaffen, um sich mit einem Buch zurückziehen zu können. Erinnerungsstücke an z.B. Urlaube wurden auf ein Regal sortiert und werden so nun besser wertgeschätzt als zwischen dem Spielzeug.

Das komplette Spielzeug wurde ins Spielzimmer geschafft, „Mein“- und „Dein“-Kisten zu „Unser“-Kisten zusammengeführt. Ich hätte mit mehr Widerstand gerechnet, aber beide Kinder bestätigten, dass nun z.B. das Lego „Unser Lego“ ist und das jeder damit spielen darf. Nur für 2 Modelle wurden Regeln aufgestellt, dass diese oben im Regal stehen müssen, damit sie für den Besuch des 4-Jährigen Tabu sind.

Seitdem spielen die Kinder täglich friedlich zusammen in ihrem neuen Spielzimmer. Ich muss mich an das „Wording“ noch gewöhnen, da ich oft noch von „KindXs“ Zimmer spreche. Die Kinder korrigieren mich aber sofort.

Die Umgestaltung ist nun schon 3 Wochen her und ich muss sagen, dass es echt super klappt. Es gibt weniger Streit, da sie meist gemeinsam spielen und es keine „Mein/Dein“-Streits mehr gibt. Es herrscht mehr Ordnung, da sie gemeinsam das Spielzimmer aufräumen müssen und im Schlafzimmer eigentlich nur auf den Schreibtischen Unordnung gemacht wird. Für mich persönlich kann ich die Unordnung im Spielzimmer besser wegblenden, da ich beim Zubettbringen, diese einfach nicht sehe und ich nachts auch nicht mehr auf Lego trete.
Die Kinder schlafen weiterhin sehr gut zusammen, am Wochenende stehen sie gemeinsam auf und wecken uns nicht mehr, da sie einfach anfangen zu spielen.

Ich bin echt happy mit wenig Aufwand ein friedlicheres Miteinander geschaffen zu haben und bin gespannt, wie lange dieses neue „Wir“ anhalten wird.

 

The Ninjago Movie

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Schon seit langem stand fest: Den Geburtstag vom Papa verbringen wir im Kino! Am 21.09.2017 kam nämlich der neue Lego-Ninjago Film ins Kino, den die Kinder so gerne sehen wollten. Auch wenn Oskar dafür eigentlich noch etwas zu klein ist, entschieden wir, mit der ganzen Familie ins Kino zu gehen. Es gab Popcorn und Limo und die Jungs freuten sich sehr.

Es wurde laut gelacht und sich auch ab und zu gegruselt. Vor allem Oskar hüpfte zwischendurch mal auf Papas Schoß. Mir persönlich war es etwas zu hektisch, was aber auch an der 3D Version liegen kann.

Kurze Zeit später erhielten wir von vom Ameet-Verlag eine Anfrage, ob wir das Buch zum Film gerne lesen und vorstellen würden. Da Anton im Moment ein Buch nach dem anderen verschlingt, wollte er auch gerne dieses lesen und so sagten wir zu.

Das Buch kam gestern an und wurde innerhalb kürzester Zeit gelesen. Hier nun Antons persönliche Meinung (ich tippe nur für ihn 😉 ):

Das Buch „The Ninjago Movie – Das Buch zum Kinofilm“ ist fast genauso wie der Film geschrieben. Ein paar Stellen sind ein bisschen anders, aber das hat mich nicht gestört, da die Stellen auch witzig waren. Das Buch war aber nur der Teil vom Film, in dem die Darsteller mit Lego-Männchen animiert wurden. Der Teil vom Film mit echten Schauspielern fehlte. Das war aber nicht schlimm, weil dieser Teil im Film auch keine große Rolle spielt. Das Buch war sehr leicht zu lesen, hatte viele Seiten aber eine schöne große Schrift. In der Mitte waren ein paar bunte Bilder aus dem Film, damit man sich die Figuren, die im Film vorkommen, ansehen kann.

In dem Buch geht es um 6 Ninjas, die Ninjago vor dem bösen Lord Garmadon beschützen wollen. Garmadon möchte nämlich sich Ninjago unter den Nagel reissen und es beherrschen. Er greift ständig Ninjago an aber versagt dabei immer wegen den Ninjas. Ausser beim letzten Mal. Der grüne Ninja Lloyd benutzte die ultimative Waffe (die ein Laserpointer war) gegen Garmadon und brachte damit die Sechs-Zehen-Bestie (im Film hiess die Katze übrigens Miautra) nach Ninjago. Die Katze hat dann angefangen, Ninjago komplett in Schutt und Asche zu legen. Die Ninjas machen sich zusammen mit Sensei Wu auf den Weg, um die ultimativ ultimative Waffe zu suchen. Dabei müssen sie viele Gefahren überwinden.

Mehr verrate ich nicht, wenn ihr den Film auch noch gucken oder das Buch lesen wollt, ist es sonst nicht mehr spannend.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Genauso gut wie der Film. Man kann es gut ab der 2./3. Klasse lesen.

So, für eine erste Rezension eines 7-Jährigen gar nicht schlecht. Ich hätte ein. „Das Buch war gut“ erwartet. 😉 Ich hab das Buch selbst nur quer gelesen, Abweichungen in der Namensgebung (z.B. die Katze oder wie Lord Garmadon Lloyd ausspricht) schiebe ich einfach mal auf die gleichzeitige Produktion von Buch und der deutschen Übersetzung vom Film. Mein Kind hat das nicht gestört. Ich denke, dass das Buch vor allem auch für Kinder gut ist, die zwar Ninjago lieben, denen aber vielleicht der Film noch zu schnell, hektisch und spannend sein könnte. So können sie die Geschichte in Ihrem eigenen Tempo lesen und besser mit der Spannung umgehen.

Ferienspiele

Die ersten 2 Wochen sind schon rum und sie vergingen wie im Flug. Dies liegt unter anderem daran, dass der Großes dieses Jahr die Ferienspiele bei St. Donatus besuchte, und deren Programm so voll und abwechslungsreich ist, dass keine Langeweile aufkommt.

Als ich vor ein Paar Monaten zur Anmeldung zu den Ferienspielen aufbrach, wusste ich noch nicht, was mich erwartet. Ich hatte zwar gehört, dass es gut sein soll, aber mehr auch nicht.

Die Anmeldung war an einem Montag um 18:30h. Naiv wie ich war, war ich gegen 18:10h mit beiden Jungs am angegebenen Ort und musste erstmal kurz schlucken. Da standen so ca 100-150 Eltern vor dem Eingang und warteten. Hui. Ich versuchte mich zu orientieren, suchte mir einen Anmeldezettel und versuchte diesen auszufüllen, während ich schaute, dass die Kinder nicht abhanden kommen.

Es wurde gesagt, dass aufgrund der vielen ehrenamtlichen Betreuer ca. 220 Kinder aufgenommen werden können. Es gab ein kleines Auswahlverfahren, d.h. erst die Kinder, die aktiv in Kirche/Pfadfinder/etc. sind, dann Brander Kinder, dann andere. Den Eltern wurde Mut gemacht, dass vermutlich für alle Kinder ein Platz da ist.

Die Türen gingen pünktlich auf und ab da hiess es dann, geduldig sein. Gegen 19:00h checkte ich auf dem Handy, ob der Mann evtl. schon zuhause war, sodass wenigstens die Kinder nicht mehr mit warten mussten. War er und er war im ersten Moment auch sehr irritiert wg. meiner Bitte, diese abzuholen. Als er dann ankam, war er genauso überrascht wie ich.

So gegen 20:00h war ich dann im Anmelderaum, bekam meine Nummer und bezahlte.

Vor ein paar Wochen kam dann eine Info, in welche Gruppe der Große kommt, und an welchen Tagen voraussichtlich von den normalen Betreuungszeiten 9:30h-16:30h abweichende Aktivitäten geplant sind. Wenn man fixe Betreuungszeiten für das Kind braucht, sind dieses Ferienspiele nichts, denn hier ist Flexibilität angesagt. Es gibt Tage mit Betreuung nur bis mittags, oder andere erst ab abends, also tagsüber garnicht. Das sollte einem bewusst sein, wenn man sich für die Spiele entscheidet.

Der erste Ferientag begann dann erst um 10Uhr und Betreuer und Thema wurden vorgestellt. Dann ging es wohl in die Gruppenräume wo die Kinder sich erstmal kennen lernten und gemeinsam Kappen bemalten, sodass die Betreuer auch schnell die Namen lernen konnten.

Als ich mein Kind gegen 16:30 abholte, war er glücklich, drückte mir den Zettel für den nächsten Tag in die Hand und erzählte vom Tag.

Jeden Tag gab es also einen Zettel für den nächsten Tag, wo drauf stand, was mitgebracht werden soll und wann der kommende Tag anfängt und beendet wird.

Der nächste Tag war Schwimmtag, sie fuhren gemeinsam mit dem Bus nach Stolberg ins Schwimmbad. Es folgte in der Woche ein Ausflug ins Bubenheimer Spieleland, einer zum Chio und dann war auch schon gemeinsames Zelten angesagt. Dafür begannen die Spiele erst um 17:00h und die Eltern bekamen auf dem Zettel mitgeteilt, was sie zu essen beisteuern sollten. Fleisch und Getränke wurden von St. Donatus organisiert.

in der 2. Woche war eine Fahrradtour geplant, die jedoch leider aufgrund des Wetters ins Wasser fiel. Es gab einen Kino-Abend, eine „Große Fahrt“ ins Irrland, einen Ausflug in die Stadt zum Dom und einen Ausflug in den Tierpark.

Den Abschluss bildete am Samstag ein Gottesdienst und eine Vorführung für die Eltern. Alle Gruppen hatten sich (wann auch immer bei dem vollen Programm) etwas überlegt und einstudiert. Manche tanzten, manche sangen.

Es war sehr schön zu sehen, wie viel Spass die Kinder in den 2 Wochen hatten und mit wie viel Spass sie auch zum Abschluss noch alle gemeinsam auf die Bühne traten.

Die 50 Betreuer, die bestimmt bis vor kurzen selbst noch an den Spielen teilgenommen hatten, verbreiteten eine super Stimmung. Es ist einfach toll, dass es so viele Menschen gibt, die ihre eigenen Ferien gerne damit verbringen, anderen schöne Ferien zu bereiten.

Für Anton steht fest, er will auch nächstes Jahr wieder zu den Ferienspielen bei St. Donatus.

 

 

Über Rollenklischees und Einhörner

In den letzten Wochen habe ich wieder jede Menge Rosa-Hellblau-Klischees gelesen oder gehört. Angefangen von Tweet, die davon erzählten, dass eine Mutter ihrem Baby-Sohn die Wimpern kürzen wolle, damit er nicht wie ein Mädchen aussähe bis hin zur Real-Life Dame auf dem Spielplatz, die die lackierten Fingernägel unseres Sohnes mit „Das verwächst sich wieder.“ kommentierte.

Doch heute las ich einen Blogpost eines Programmierers, der erklärte, warum seiner Meinung nach Frauen nicht programmieren sollten, bzw. dies auch nicht gut können. Im Prinzip lief es darauf hinaus, dass die Frau von Natur aus das schwächere Geschlecht sei und es beim Programmieren hauptsächlich um den Kampf gegen Maschine und schlechten Code anderer ginge. Davor müsse er Frauen schützen, damit diese nicht leiden und dies lieber Männern überlassen. Gentleman sein.

Puh, ich schluckte kurz. Und dann wurde mir wieder bewusst, wie wichtig es ist, meinen Kindern bei zu bringen, dass „Du Mädchen“ keine Beschimpfung ist. Dass jeder das sein und werden kann, was er möchte. Dass es kein typisch Mädchen, typisch Junge gibt.

Ich betrachtete meine Jungs, die mit Ihren lackierten Fingernägeln und den gerade beim Zahnarzt als Belohnung ausgesuchten Ringen neben mir saßen und dachte: „alles richtig gemacht“. Ich weiss, dass sie dadurch oft anecken, sich dumme Sprüche anhören müssen, da immer noch viele Kinder so erzogen werden, wie der oben erwähnte Programmierer.

Es gefällt ihnen, sie mögen gerne Glitzer, Ringe, Ketten, Nagellack, Kleider. Warum sollte ihnen das vorenthalten werden? Es macht sie nicht weniger zum Jungen und auch nicht mehr zum Mädchen. Maximal zu besseren Menschen, da sie nicht ein Geschlecht über das andere stellen.

Wenn Ihr also demnächst einen kleinen Jungen mit Eisprinzessin-Haarreif, Batman-T-Shirt, Piraten-Hose, lila Fussnägeln und rosa Glitzer-Einhorn unterm Arm seht… ist vermutlich meiner. Und ich bin stolz, dass er sich gegen die blöden Sprüche behauptet und einfach das macht, was ihm gefällt.

Vier!

Mein lieber Oskar,
dieses Wochenende hast Du Deinen vierten Geburtstag gefeiert. Du bist Samstag schon gegen halb sieben aufgestanden und zu uns gekommen. Eigentlich wollten wir nicht so früh aufstehen, da Anton freitags lange wach bleiben durfte. Also kuschelten wir noch ein wenig, aber lange liest Du Dich nicht hinhalten. Du durftest dann Anton wecken, der Dich trotz großer Müdigkeit mit einer Umarmung begrüßte und Dir zum Geburtstag gratulierte. Wir gingen gemeinsam runter und Du bewundertest Deinen Geburtstagstisch. „Paw Patrol“ überall. Ganz, wie Du es Dir gewünscht hast.

Als Du Dir vor einigen Wochen einen „Paw Patrol“ Geburtstag gewünscht hast, hatte ich keine Ahnung, was das überhaupt ist. Auch Du hattest noch nie eine Sendung gesehen und kanntest die Figuren nur aus dem Kindergarten. Wir haben dann mal die erste Staffel angefangen zu gucken, und Du bist hin und weg und hast Dich noch mehr auf Deinen Geburtstag gefreut.Anton hatte Dir eine Medaille mit der „Paw Patrol“-Pfote drauf gebastelt und auch seine Geschenke passten zum Motto. Du bekamst von ihm einen passenden Kugelschreiber mit 10 Farben zum wechseln und ein „Paw-Patrol“-Überaschungsei.

Ausserdem erfüllten wir alle Dir Deinen langen Wunsch: den Joker Lowrider. Da wir die Familie zum Brunch eingeladen hatten, konntest Du Dein neues Lego auch direkt auspacken und aufbauen, um die Wartezeit zu überbrücken. Anton hat Dich dabei fleissig unterstützt und musste ab und an gebremst werden.

Nach dem Frühstück hast Du mit deinen Cousins dann eine Dunkel-Party gemacht und viel Spass gehabt. Nachdem fast alle Gäste weg waren sind wir noch mit Deiner Oma spazieren gegangen und haben ein Eis gegessen, da die Sonne so schön schien.

Als ich aufräumte warst Du ganz in Paw Patrol versunken und wiederholtest oft den Leitspruch von Rocky „Nicht verschwenden, wiederverwenden!“ gerade in dem Moment, als ich überlegte, was ich denn jetzt mit dem halben Geburtstagskuchen machen soll, da ich den so nicht auf dem Kindergeburtstag auftischen kann, aber nen neuen Backen auch dumm wär.

Also googelte ich nach Cake-Pop-Rezepten, die ich zwar noch nie gemacht hatte, aber für die ich Lolli-Stiele im Haus hatte, da ich mir irgendwann mal so ne Backform dafür gekauft hatte. Ich entschied mich für ein Rezept mit geschmolzener Schokolade und Sahne, da ich so direkt auch noch 2 Osterhasen quitt wurde. 😉 Klappte super und ich war echt froh, eine Lösung für den Kuchen zu haben, die nicht „ich muss das jetzt die nächsten Tage aufessen“ hiess.

Heute waren dann Deine Freunde bei Dir und haben die Paw-Patrol-Party weitergefeiert. Auf großes Programm hatten die 4-Jährigen keine Lust nur der 6-Jährige bastelte fleissig Medaillen. Also feierten ihr nochmal ein bisschen Dunkel-Party mit Knicklichtern und Diskokugel. Auch die Rakete wunde ausgiebig bespielt. Im Anschluss machten wir uns noch auf, eine Katze aus einem Baum zu retten, hier waren wieder alle Feuer und Flamme. Wir aßen noch Hotdogs und Pommes und ein paar Cake-Pops.

Nun liegst Du in Deiner neuen Paw Patrol Bettwäsche und hast Marshall im Arm und schläfst tief und fest. Morgen wir noch im Kindergarten gefeiert. Wir haben heute gemeinsam Muffins gebacken und die Deko dafür vorbereitet. Aus Fondant und M&Ms haben wir kleine Pfotenabdrücke geknetet. Hierbei hast Du gestaunt, was passiert, wenn man bestimmte Farben mischt.

Du bist ein toller 4-Jähriger, der all seine Gefühle nicht zurückhält und zum Ausdruck bringt. Auch wenn das für uns manchmal im Moment nicht einfach ist. Du hast einen unglaublich starken Willen und versuchst ihn immer durchzusetzen. Du brauchst Deine Rituale, musst jeden Morgen zu uns ins Bett kuscheln kommen und jeden Abend die „Lalelu“ gesungen bekommen. Du gehst gerne in den Kindergarten und beschwerst Dich fast jeden Tag, wenn ich Dich hole und Deine Freunde noch da sind. Du bist ordentlich und strukturiert, sortierst Dinge gerne nach Farben und Zusammengehörigkeit. Dein Lieblingsessen ist Pommes mit Ketchup und Mayo. Du liebst es, draussen zu spielen, mit dem Rad zu fahren und Freunde zu treffen. Du puzzelst gerne liebst immer noch „Dein Kissen“ und Dein Einhörnchen, den Itzy und Deinen Helge. Du bist weiterhin der Sonnenschein, dem man meist nicht böse sein kann.

Wir lieben Dich so und sind unendlich dankbar, dass Du von 4 Jahren in unser Leben gekommen bist.

Deine Mama

Deine Hand in meiner Hand

Seitdem Du laufen kannst, halte ich Deine Hand. Zunächst zur Stütze, damit Du das Gleichgewicht halten kannst. Dann zur Sicherheit, damit Du nicht verloren gehst, oder in eine gefährliche Situation gerätst.

Doch nun bist Du groß, braust meine Hand nicht mehr. Du kannst alleine gehen, bist Dir der Gefahren im Strassenverkehr bewusst und meistert auch viele Strecken ganz ohne mich.

Und doch nimmst Du immer noch meine Hand, wenn wir gemeinsam gehen. Wenn ich Dich von der Schule abhole sehe ich all die Kinder die mit Ihren Eltern nach Hause gehen doch nur Du greifst nach meiner Hand und ich halte sie fest und weiss, dass dies zu den Dingen gehört die man unbemerkt irgendwann einmal das letzte Mal als Mama macht. Irgendwann wird es Dir vermutlich peinlich sein mit Mama Hand in Hand durch die Strassen zu laufen.

Jedes Mal frage ich mich, ob Du morgen auch noch nach meiner Hand greifen wirst und bin glücklich über den Moment. Meine Hand ist für Dich da. Immer.

Die tollen Tage

Heute ist Aschermittwoch und Karneval ist nun vorbei. Dieses Jahr waren die Jungs sich relativ früh sicher, was sie denn an Karneval werden wollen und haben sogar an allen Tagen das gleiche Kostüm getragen! Premiere.

Der Große ist immer noch im Ninjago-Fieber und so kam es, dass er natürlich auch an Karneval als Ninja gehen wollte. Aber nicht irgendein Ninja. Nein! Es musste „Lloyd“, der grüne Ninja sein. Das bedeutete natürlich, dass ich das Kostüm selbst nähen musste, denn so, wie er sich das vorstellte, gibt es da nix zu kaufen. Und ich näh es ja auch gerne.

Also suchten wir gemeinsam eine der vielen Anzüge aus, den ich nachnähen sollte. Diese Ninjas haben ganz schön viele Outfits!

Der Kleine wollte, seitdem wir in Trolls im Kino waren, „Branch“ werden. Der grummelige Troll, der später erst seine Farbe bekommt. Auch hier gab’s nix Fertiges.

Also gingen wir schon im Januar alle zusammen zum Karnevalsladen, um Stoff und Accessoires zu shoppen. Vor allem die Troll-Perrücke machte mir Sorgen. Stoff ging schnell, Nunchucks gabs natürlich nicht, das einzig Ninja-taugliche war ein Schwert. Also nahmen wir dies mit. Bei den Perücken überzeugte mich nichts, da beim Hochkämmen immer Netz zu sehen war. Also durchforstete ich noch das Internet und bestellt eine ziemlich günstige blaue Party-Perrücke mit hochstehenden Haaren.

Beide Kinder wollten beim erstellen der Kostüme helfen und so zeichnete der Große die Schriftzeichen in der richtigen Größe auf Papier und der Kleine schnitt mit einer Zackenschere Stofffetzen für seine Hose aus.

Gemeinsam bügelten wir die Goldfolie auf den Stoff und die Jungs entfernten die Trägerfolie.

Beim Ninja-Kostüm wollte ich es mir einfach machen und mit meinem Bandeinfasser auf der Coverlock silbernes Lycra als Schrägband an die Jacke nähen, hatte aber diesen klebrigen Stoff unterschätzt. Das wäre mit der normalen Nähmaschine wohl hübscher geworden. Aber es ist ja nur ein Karnevalskostüm, daher hab ich das Gewurschtel so gelassen.

Die Ninja-Maske ersetzen wir durch ein Stirnband, da der Stoff nicht weich genug für eine Maske fiel.

Da der Kleine seine Jacke sowohl drinnen als auch draussen tragen wollte und diese unbedingt über den Bauch gehen sollte, nähte ich nur auf die Vorderseite Blätter an, damit sie insgesamt nicht zu warm wurde. Doppellagiger Double-Fleece wäre sonst zu dick. Er reichte mir beim Nähen jedes Blatt an und war auch sonst ganz Feuer und Flamme.

Weiberfastnacht waren beide Kinder noch vor dem Wecker wach vor Aufregung und zogen schnell ihre Kostüme an. Der Große freute sich auf jede Menge Süßigkeiten in der Schule und der Kleine auf die Party im Kindergarten. Dort lief schon eine Polonaise durch das ganze Gebäude und er zog nur schnell seine Hausschuhe an und reihte sich ein. Ich wurde noch nicht mal mehr verabschiedet.

Nachmittags feierten die Kinder noch eine „Dunkel-Party“ mit jede Menge Knicklichtern und Musik, während die Muttis dieses Jahr aufgrund von 2 Stillkindern ruhig bei uns zuhause ein wenig klönten, anstatt tanzen zu gehen.


Freitags war karnevalsfrei und wir nutzen den Tag um das erste Eis des Jahres in Brand zu essen und uns neue Bücher auszuleihen.

Samstag fuhren wir wie jedes Jahr nach Winden zum Karnevalszug, bei dem die Kamelle-Ausbeute immer riesig ist. Die Kinder trugen wieder ihre Kostüme, die Perücke musste noch einmal mit Haarspray ein wenig stabilisiert werden. Da Beide wieder sehr aufgeregt waren, ging es schon früh los, um vor Ort vorher noch eine Erbsensuppe zu essen und bei Oma zu entspannen. Die Sonne schien und wir suchten uns kurz vor Zugbeginn ein schönes Plätzchen relativ nah am Start. Die Jungs schrieen um die Wette „Kamelle“ und „Alaaf“, wobei der Kleine in solch einer Lautstärke brüllte, dass alle vermuteten, dass er spätestens am nächsten Tag keine Stimme mehr haben werde.

Aber weit gefehlt, auch am Sonntag war die Stimme noch da. Im diesjährigen Brander Zug ging auch die Schule des Großen mit. Er wollte es auch einmal ausprobieren und so meldeten wir ihn dort an. Da er sich aber zwischenzeitlich den Zeh brach, beschlossen wir, dass er nur den halben Zug mitgeht. Er freute sich dann auch sehr darauf, denn das bedeutete, dass er alle Gruppen, die nach seiner kommen, auch noch sehen konnte.
Auch hier brüllte sich der kleine Troll wieder die Seele aus dem Leib und so konnten noch mehr Süßigkeiten gesammelt werden. Ich vermute, wir haben für das ganze Jahr genug Gummibärchen und Kaubonbons. Die Oma kam extra zu Besuch, um den Großen im Zug zu bewundern. Die Gruppe war riesig (183 Personen) und wir suchten ihn lange unter all den goldenen Kindern, da er ziemlich am Schluss lief. Als er uns sah, stürmte er erstmal freudig auf seinen Bruder zu und packte ihm was in die Tüte. Dann stellte er sich zu uns und konnte noch fast den ganzen Zug schauen, da seine Gruppe eine der Ersten war.

Rosenmontag beschlossen dann alle, dass es genug Karneval sei und wir sparten uns weitere Züge. Karneval ist schön, das Verkleiden macht Spaß, aber irgendwann hat jeder genug Humpa, Johnny Däpp, Berliner und Muzen. Dann tut ein Jahr Pause ganz gut.

Die Kostümpläne fürs nächste Jahr wurden noch geschmiedet. SuperMario und Yoshi. Mal sehen, ob das Ende des Jahres immer so sein soll.

Gute Vorsätze

Ja, es ist viel zu spät für einen Neujahrseintrag. Und dieser Eintrag hat auch eigentlich nichts mit dem Jahreswechsel zu tun. Nur mit einem Rückblick. Aber nicht konkret auf das letzte Jahr bezogen.

Es ist ruhig hier auf dem Blog geworden. Seit ich nicht mehr in Elternzeit bin, ist die Zeit einfach knapp geworden, und das Blog fällt als erstes vom „Würde ich gerne machen“-Stapel. So sind im letzten Jahr nur wenige Einträge geschrieben worden. Ideen hatte ich immer wieder, aber zum Aufschreiben kam ich dann nicht. Meist fehlte die Zeit bzw. wollte ich die Zeit nicht „alleine“ mit Schreiben verbringen. Die Abende verbringe ich lieber mit meinem Mann. Genäht habe ich im letzten Jahr auch wenig, wenn dann nur mit meinen Näh-Mädels, mit denen ich mich unregelmässig treffe, damit wir alle einen Grund haben, mal wieder etwas zu nähen.

Die letzten Tage habe ich viel an den Karnevalskostümen für meine Jungs genäht und es macht mir so viel Spass. Und es tut gut. So als Ausgleich. Ich will versuchen, dieses Jahr wieder mehr zu nähen und vielleicht auch zu bloggen. Mal sehen ob’s klappt. 🙂

7 und im Ninjago-Himmel

Lieber Anton,

heute war Dein großer Tag auf den Du die letzten Wochen hingefiebert hast. Immer wieder hast Du Deinen Wunschzettel aufgeschrieben und als irgendwann ein riesen Paket bei uns zuhause ankam, warst Du Dir sicher, dass Dein Wunsch, ein Ninjago Flugsegler Dir erfüllt wird. Seitdem konntest Du es kaum erwarten, endlich 7 zu werden.

Gestern Abend fiel Dir ein, dass Du heute noch Hausaufgaben machen musst und so bist Du heute morgen um 5:45 Uhr wach geworden, hast erst einmal Dich angezogen und dann Deinen Hausaufgaben gemacht. Um 6:00 Uhr hast Du uns dann geweckt und gefragt, ob wir jetzt aufstehen könnten. Wir haben noch ein Weilchen gekuschelt und sind dann aufgestanden. Dein Bruder wurde auch wach und drückte Dich ganz lieb zum Geburtstag. ninja Als Du unten ankamst, glänzten Deine Augen beim Anblick von 2 Paketen und Deinem Geburtstagskuchen. Ich erklärte Dir, dass das große Paket von allen zusammen sei, also Oma und Opa, Onkel und Tante mit Kindern und uns. Das Kleinere war von Deinem Bruder. Und obwohl Du wusstest, dass Dein großer Wunsch auch in dem großen Paket ist, hast Du entschieden, es nicht auszupacken, sondern drauf zu warten, bis alle zum Brunch da sind.

Also packtest Du das kleine Paket aus und auch dort war ein Ninjago-Set drin, über das Du Dich riesig gefreut hast, weil dort ein Ninja drin ist, der im großen Set nicht enthalten ist. Du hast die Zeit, bis der Besuch kam damit verbracht, das Set aufzubauen und mit Deinem Bruder damit zu spielen.

Gegen 10 Uhr kam Deine eine Oma, die Dir auch noch ein Ninjago-Set schenkte und Du warst überglücklich. Nun konntest Du Dir damit noch die Wartezeit auf die restliche Familie vertreiben, die wegen einem Autounfall sich verspätete.

Der Tag war also geprägt von Lego bauen. Vier Jungs, die in einem Haufen Steinen friedlich bauten und spielten. Deine Oma überraschte Dich mit einem Geburtstagsständchen auf der Blockflöte, weil Du ihr auch immer so schön auf dem Klavier vorspielst.

Gerade liegst Du noch nicht friedlich in Deinem Bettchen, sondern bist mit Papa in Alsdorf auf einem Bela B. Hörspiel. Ich bin gespannt, was Du erzählen wirst und hoffe, Du hattest ein tollen Geburtstag.

Du hast in Deinem 7. Lebensjahr so viel gelernt, bist so ein großer Junge geworden. Du liest unglaublich gerne und viel. Dein Büchereiausweis war notwendig und wird fleissig genutzt. Am liebsten liesst Du im Moment „??? Kids“ und Donald Duck Comics. Aber auch Harry Potter hast Du schon gelesen. Du gehst jeden Morgen mit Deinem Klassenkameraden zur Schule und kommst alleine wieder heim. Manchmal fragst Du mich, ob ich Dich abholen komme, da der Weg ca. 25 Min. dauert und Du keine Lust hast. Aber das ist in Ordnung. Die anfängliche Euphorie des „alleine gehen Dürfens“ ist verblasst. Ich liebe es, wenn Du Klavier spielst. Du übst meist gerne und ohne Erinnerung. Zum Schach gehst Du gerne auch wenn Du nicht oft gewinnst. Vermutlich würde ich aber gegen Dich verlieren, wenn wir gegeneinander spielen würden. Wenn Du im Moment etwas malst, dann sind es Ninjas. Dein ganzes Taschengeld gibst Du für Lego-Hefte aus. Manchmal auch für Trading-Cards. Im Moment bekommst Du 1 Euro Taschengeld pro Woche. Mittlerweile isst Du fast alles, am liebst magst Du gebratene Nudeln mit Hähnchen (thailändisch), Käsespätzle oder Nudeln mit Spinat und Lachs.

Du bist ein toller großer Bruder, der gerne teilt, immer hilfsbereit ist und gut auf den kleinen Bruder aufpasst. Du bist sehr selbstständig geworden und löst Dich immer mehr von uns. Du gehst alleine einkaufen und bleibst auch schon mal alleine zuhause, wenn ich Deinen Bruder vom Kindergarten abhole. Ich kann Dir vertrauen und mich auf Dich verlassen.

Bleib wie Du bist. Wir lieben Dich!

Deine Mama

Elternauszeit

Diese Woche haben wir uns etwas gegönnt, was wir gemeinsam nur sehr selten tun. Wir haben uns Zeit für uns als Paar gegönnt.

Schon vor einiger Zeit fragte mich Michi, ob wir nicht gemeinsam auf die Abschiedstour von Black Sabbath gehen sollten. Das Konzert in Berlin war an einem Mittwoch und so zögerte ich ein wenig, denn wie sollen wir das bewerkstelligen, jetzt, wo wir ein Schulkind haben? Ich fragte meine Mutter, ob sie sich zutrauen würde 3 Tage bei uns einzuziehen und dies auch für uns machen würde. Sie wohnt halt nicht um die Ecke und ist auch noch berufstätig, sodass unsere Auszeit auch noch davon abhing, ob sie Urlaub bekommen würde. Aber alles klappte und so kauften wir die Karten und buchten uns ein Zimmer im 25hours Hotel, welches uns netterweise einen Rabatt gab.

Ich war aufgeregt. Dass meine Mutter über Nacht bei uns Zuhause babysittet, war bisher noch nicht der Fall. Aber die Kinder freuten sich wie Bolle auf die Zeit mit Oma. Letztes Wochenende wurde der Mini dann auch noch krank, sodass ich Montag noch zur Ärztin fuhr, nur um sicher zu gehen, dass wir auch wirklich fahren können. Der vermutete „Hüftschnupfen“ (er hinkte) verursachte zwar zwecks Schonung mind. 2 Tage Kita-Verbot aber so kam er auch mal in den Genuss eines Oma-Tags.

Wir fuhren also Dienstag mit der Bahn nach Berlin. Die Fahrt war angenehm ruhig und ich holte erstmal ein wenig fehlenden Schlaf nach. Viel Zeit für uns zum (Aus-)reden und ausruhen.

14653152015896433635In Berlin angekommen war das Wetter traumhaft, wir fuhren zunächst ins Hotel und waren schwer begeistert. Unser Zimmer hatte eine Wahnsinns-Aussicht über den Zoo/Tiergarten und Berlin. Wir legten uns erstmal in die vor dem Fenster angebrachte Hängematte und genossen die Aussicht. Der Versuch, für den Abend im Hotel-Restaurant Neni einen Tisch zu bekommen, scheiterte weil uns 21:30h zum Essen nach der Bahnfahrt dann doch was zu spät war. Also gingen wir los und fanden in einem kleinen Hof einen netten Italiener, bei dem wir den Abend verbrachten. Zum Abschluss des Tages wollten wir dann noch in der Bar ganz oben im Hotel einen Cocktail trinken. Die Schlange vor der Eingangstüre unten irritierte ein wenig, aber Hotelgäste kommen per Aufzug immer ins oberste Geschoss und somit in die Bar, auch wenn unten niemand mehr reingelassen wird. Die Bar war gemütlich eingerichtet und Michael besorgte 2 Cocktails. Diese waren jedoch so stark, dass zumindest ich ihn nicht trinken konnte. Schade.

Den nächsten Tag begannen wir mit einem super Frühstück mit ganz viel leckeren Sachen. Es gab Milchreis – er war so lecker –  und ich musste an die Jungs denken.

Anschließend liehen wir uns die im Zimmer inklusive Fahrräder aus und radelten durch die Stadt. Es war sehr warm und diese Variante des Sightseeings schien uns angenehmer als S- und U-Bahn. Im Vergleich zu Aachen muss ich sagen, dass die Berliner Autofahrer doch wesentlich mehr Rücksicht auf Radfahrer (zumindest auf die, die direkt als Tourist erkennbar sind) nehmen. Naja, und es gibt auch mehr Radwege. 😉

Wir gingen dann noch was in Ruhe shoppen (ohne wirklich was zu kaufen) und aßen ein/zwei Currywürste.

14654507382552703655Zurück im Hotel ruhten wir uns noch was aus und fuhren dann mit der S-Bahn zur Waldbühne. Dort war es wie erwartet schon ziemlich voll, aber die Stimmung war gut und wir reihten uns in die Schlangen ein. Nach der Sicherheitskontrolle suchten wir uns einen netten Platz auf den Rängen, denn im Innenraum seh ich eh meist nix, wenn da Leute vor mir stehen. Die Vorband war nicht ganz mein Geschmack und kurz nach 8 kam dann endlich Black Sabbath auf die Bühne. Der Sound war super, nicht zu laut, nicht zu leise. Ozzy war gut gelaunt, sang aber bei vielen Liedern gerade in den tiefen Lagen ziemlich schief. Jeder um uns herum merkte es, aber es störte kaum jemanden im Gesamterlebnis. Typisch Ozzy animierte er das Publikum zwischendurch immer ein wenig mit „I can’t fucking hear you“ und bedankte sich für Applaus brav mit „God bless u all“. Und so vergingen 1.5 Stunden wie im Flug mit allen Hits und dann wars vorbei. Es war noch hell und ich hatte das Gefühl, Ozzy kann einfach nicht mehr und es war wirklich die letzte Tour. „The End“.

Wie die Ölsardinen fuhr das Publikum wieder Richtung Berlin und ich war sehr erstaunt, wie friedlich und reibungslos das bei solchen Menschenmassen funktionieren kann. Trotz Schienenersatzverkehr. Da können die Berliner noch so sehr über den Verkehrsbetrieb jammern, ich bin jedes mal erstaunt wie schnell man dort von einem Ort zum Anderen gelangen kann.

Am nächsten Morgen frühstückten wir nochmal ausgiebig im Neni und fuhren dann gemütlich mit der Bahn nach Hause.

Die Elternauszeit hat sehr gut getan, wir hatten viel Zeit zum Reden und Entspannen. Was auch wunderschön ist, ist die Freude, mit der man Zuhause wieder begrüßt wird. Auch das tut gut und kommt im Alltag doch eher weniger vor. Die Kinder waren glücklich über 3 Tage Oma, mit all den Vorzügen, die eine Oma so bieten kann. Und wir waren glücklich über gute Gespräche, glückliche Kinder und ein tolles Konzert einer 48 Jahre alten Band, die so einige Generationen miteinander verbindet.

Danke Mama, dass Du uns die Tage ermöglicht hast. :-*