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Das neue „Wir“

Anfang Oktober trug Anton seine Matratze in Oskars Zimmer, um bei ihm zu übernachten. Dies kam alle paar Monate vor, und die Jungs genossen die gemeinsame Zeit. Meist am Wochenende, da sie dann noch was länger aufbleiben durften, und der Große dem Kleinen im Bett noch Geschichten vorlas. Diesmal blieb das Bett länger als eine Nacht liegen, da sie sich nicht gegenseitig vom Schlafen abhielten und es einfach gut klappte. Beide Kinder schliefen gut, und vor allem musste ich auch nachts weniger aufstehen und beruhigen.

Nach 2 Wochen hatte ich jedoch die Schnauze voll. Die Kinderzimmer sind klein und man konnte wg. der zusätzlichen Matratze in Oskars Zimmer weder gut spielen noch laufen. Ich schug also vor, dass wenn sie weiterhin zusammen schlafen wollen, wir die Zimmer in ein Schlaf- und ein Spielzimmer umbauen. Die dazu gehörenden Konsequenzen, dass dann jeder mit jedem Spielzeug spielen darf und auch bei Besuch, niemand aus dem Spielzimmer geschickt werden darf störten die Kinder nicht und sie waren Feuer und Flamme.

Und so trugen wir an einem verregneten Sonntag ein Bett ins neue Schlafzimmer und 2 Regale ins neue Spielzimmer. Wir sortierten stundenlang Spielzeug und die Kinder halfen fleissig mit. Sie waren glücklich und zufrieden. Sie hatten nun endlich Platz zum spielen und alles fand seinen Platz.

Alle Bücher und Malsachen wanderten in Schlafzimmer, und wir gestalteten es so, dass man sich dort gut aufhalten konnte, wenn man seine Ruhe haben möchte. Beide Kinder bekamen einen Platz zum Malen/Schreiben und eine Kuschelecke wurde geschaffen, um sich mit einem Buch zurückziehen zu können. Erinnerungsstücke an z.B. Urlaube wurden auf ein Regal sortiert und werden so nun besser wertgeschätzt als zwischen dem Spielzeug.

Das komplette Spielzeug wurde ins Spielzimmer geschafft, „Mein“- und „Dein“-Kisten zu „Unser“-Kisten zusammengeführt. Ich hätte mit mehr Widerstand gerechnet, aber beide Kinder bestätigten, dass nun z.B. das Lego „Unser Lego“ ist und das jeder damit spielen darf. Nur für 2 Modelle wurden Regeln aufgestellt, dass diese oben im Regal stehen müssen, damit sie für den Besuch des 4-Jährigen Tabu sind.

Seitdem spielen die Kinder täglich friedlich zusammen in ihrem neuen Spielzimmer. Ich muss mich an das „Wording“ noch gewöhnen, da ich oft noch von „KindXs“ Zimmer spreche. Die Kinder korrigieren mich aber sofort.

Die Umgestaltung ist nun schon 3 Wochen her und ich muss sagen, dass es echt super klappt. Es gibt weniger Streit, da sie meist gemeinsam spielen und es keine „Mein/Dein“-Streits mehr gibt. Es herrscht mehr Ordnung, da sie gemeinsam das Spielzimmer aufräumen müssen und im Schlafzimmer eigentlich nur auf den Schreibtischen Unordnung gemacht wird. Für mich persönlich kann ich die Unordnung im Spielzimmer besser wegblenden, da ich beim Zubettbringen, diese einfach nicht sehe und ich nachts auch nicht mehr auf Lego trete.
Die Kinder schlafen weiterhin sehr gut zusammen, am Wochenende stehen sie gemeinsam auf und wecken uns nicht mehr, da sie einfach anfangen zu spielen.

Ich bin echt happy mit wenig Aufwand ein friedlicheres Miteinander geschaffen zu haben und bin gespannt, wie lange dieses neue „Wir“ anhalten wird.

 

Die tollen Tage

Heute ist Aschermittwoch und Karneval ist nun vorbei. Dieses Jahr waren die Jungs sich relativ früh sicher, was sie denn an Karneval werden wollen und haben sogar an allen Tagen das gleiche Kostüm getragen! Premiere.

Der Große ist immer noch im Ninjago-Fieber und so kam es, dass er natürlich auch an Karneval als Ninja gehen wollte. Aber nicht irgendein Ninja. Nein! Es musste „Lloyd“, der grüne Ninja sein. Das bedeutete natürlich, dass ich das Kostüm selbst nähen musste, denn so, wie er sich das vorstellte, gibt es da nix zu kaufen. Und ich näh es ja auch gerne.

Also suchten wir gemeinsam eine der vielen Anzüge aus, den ich nachnähen sollte. Diese Ninjas haben ganz schön viele Outfits!

Der Kleine wollte, seitdem wir in Trolls im Kino waren, „Branch“ werden. Der grummelige Troll, der später erst seine Farbe bekommt. Auch hier gab’s nix Fertiges.

Also gingen wir schon im Januar alle zusammen zum Karnevalsladen, um Stoff und Accessoires zu shoppen. Vor allem die Troll-Perrücke machte mir Sorgen. Stoff ging schnell, Nunchucks gabs natürlich nicht, das einzig Ninja-taugliche war ein Schwert. Also nahmen wir dies mit. Bei den Perücken überzeugte mich nichts, da beim Hochkämmen immer Netz zu sehen war. Also durchforstete ich noch das Internet und bestellt eine ziemlich günstige blaue Party-Perrücke mit hochstehenden Haaren.

Beide Kinder wollten beim erstellen der Kostüme helfen und so zeichnete der Große die Schriftzeichen in der richtigen Größe auf Papier und der Kleine schnitt mit einer Zackenschere Stofffetzen für seine Hose aus.

Gemeinsam bügelten wir die Goldfolie auf den Stoff und die Jungs entfernten die Trägerfolie.

Beim Ninja-Kostüm wollte ich es mir einfach machen und mit meinem Bandeinfasser auf der Coverlock silbernes Lycra als Schrägband an die Jacke nähen, hatte aber diesen klebrigen Stoff unterschätzt. Das wäre mit der normalen Nähmaschine wohl hübscher geworden. Aber es ist ja nur ein Karnevalskostüm, daher hab ich das Gewurschtel so gelassen.

Die Ninja-Maske ersetzen wir durch ein Stirnband, da der Stoff nicht weich genug für eine Maske fiel.

Da der Kleine seine Jacke sowohl drinnen als auch draussen tragen wollte und diese unbedingt über den Bauch gehen sollte, nähte ich nur auf die Vorderseite Blätter an, damit sie insgesamt nicht zu warm wurde. Doppellagiger Double-Fleece wäre sonst zu dick. Er reichte mir beim Nähen jedes Blatt an und war auch sonst ganz Feuer und Flamme.

Weiberfastnacht waren beide Kinder noch vor dem Wecker wach vor Aufregung und zogen schnell ihre Kostüme an. Der Große freute sich auf jede Menge Süßigkeiten in der Schule und der Kleine auf die Party im Kindergarten. Dort lief schon eine Polonaise durch das ganze Gebäude und er zog nur schnell seine Hausschuhe an und reihte sich ein. Ich wurde noch nicht mal mehr verabschiedet.

Nachmittags feierten die Kinder noch eine „Dunkel-Party“ mit jede Menge Knicklichtern und Musik, während die Muttis dieses Jahr aufgrund von 2 Stillkindern ruhig bei uns zuhause ein wenig klönten, anstatt tanzen zu gehen.


Freitags war karnevalsfrei und wir nutzen den Tag um das erste Eis des Jahres in Brand zu essen und uns neue Bücher auszuleihen.

Samstag fuhren wir wie jedes Jahr nach Winden zum Karnevalszug, bei dem die Kamelle-Ausbeute immer riesig ist. Die Kinder trugen wieder ihre Kostüme, die Perücke musste noch einmal mit Haarspray ein wenig stabilisiert werden. Da Beide wieder sehr aufgeregt waren, ging es schon früh los, um vor Ort vorher noch eine Erbsensuppe zu essen und bei Oma zu entspannen. Die Sonne schien und wir suchten uns kurz vor Zugbeginn ein schönes Plätzchen relativ nah am Start. Die Jungs schrieen um die Wette „Kamelle“ und „Alaaf“, wobei der Kleine in solch einer Lautstärke brüllte, dass alle vermuteten, dass er spätestens am nächsten Tag keine Stimme mehr haben werde.

Aber weit gefehlt, auch am Sonntag war die Stimme noch da. Im diesjährigen Brander Zug ging auch die Schule des Großen mit. Er wollte es auch einmal ausprobieren und so meldeten wir ihn dort an. Da er sich aber zwischenzeitlich den Zeh brach, beschlossen wir, dass er nur den halben Zug mitgeht. Er freute sich dann auch sehr darauf, denn das bedeutete, dass er alle Gruppen, die nach seiner kommen, auch noch sehen konnte.
Auch hier brüllte sich der kleine Troll wieder die Seele aus dem Leib und so konnten noch mehr Süßigkeiten gesammelt werden. Ich vermute, wir haben für das ganze Jahr genug Gummibärchen und Kaubonbons. Die Oma kam extra zu Besuch, um den Großen im Zug zu bewundern. Die Gruppe war riesig (183 Personen) und wir suchten ihn lange unter all den goldenen Kindern, da er ziemlich am Schluss lief. Als er uns sah, stürmte er erstmal freudig auf seinen Bruder zu und packte ihm was in die Tüte. Dann stellte er sich zu uns und konnte noch fast den ganzen Zug schauen, da seine Gruppe eine der Ersten war.

Rosenmontag beschlossen dann alle, dass es genug Karneval sei und wir sparten uns weitere Züge. Karneval ist schön, das Verkleiden macht Spaß, aber irgendwann hat jeder genug Humpa, Johnny Däpp, Berliner und Muzen. Dann tut ein Jahr Pause ganz gut.

Die Kostümpläne fürs nächste Jahr wurden noch geschmiedet. SuperMario und Yoshi. Mal sehen, ob das Ende des Jahres immer so sein soll.

7 und im Ninjago-Himmel

Lieber Anton,

heute war Dein großer Tag auf den Du die letzten Wochen hingefiebert hast. Immer wieder hast Du Deinen Wunschzettel aufgeschrieben und als irgendwann ein riesen Paket bei uns zuhause ankam, warst Du Dir sicher, dass Dein Wunsch, ein Ninjago Flugsegler Dir erfüllt wird. Seitdem konntest Du es kaum erwarten, endlich 7 zu werden.

Gestern Abend fiel Dir ein, dass Du heute noch Hausaufgaben machen musst und so bist Du heute morgen um 5:45 Uhr wach geworden, hast erst einmal Dich angezogen und dann Deinen Hausaufgaben gemacht. Um 6:00 Uhr hast Du uns dann geweckt und gefragt, ob wir jetzt aufstehen könnten. Wir haben noch ein Weilchen gekuschelt und sind dann aufgestanden. Dein Bruder wurde auch wach und drückte Dich ganz lieb zum Geburtstag. ninja Als Du unten ankamst, glänzten Deine Augen beim Anblick von 2 Paketen und Deinem Geburtstagskuchen. Ich erklärte Dir, dass das große Paket von allen zusammen sei, also Oma und Opa, Onkel und Tante mit Kindern und uns. Das Kleinere war von Deinem Bruder. Und obwohl Du wusstest, dass Dein großer Wunsch auch in dem großen Paket ist, hast Du entschieden, es nicht auszupacken, sondern drauf zu warten, bis alle zum Brunch da sind.

Also packtest Du das kleine Paket aus und auch dort war ein Ninjago-Set drin, über das Du Dich riesig gefreut hast, weil dort ein Ninja drin ist, der im großen Set nicht enthalten ist. Du hast die Zeit, bis der Besuch kam damit verbracht, das Set aufzubauen und mit Deinem Bruder damit zu spielen.

Gegen 10 Uhr kam Deine eine Oma, die Dir auch noch ein Ninjago-Set schenkte und Du warst überglücklich. Nun konntest Du Dir damit noch die Wartezeit auf die restliche Familie vertreiben, die wegen einem Autounfall sich verspätete.

Der Tag war also geprägt von Lego bauen. Vier Jungs, die in einem Haufen Steinen friedlich bauten und spielten. Deine Oma überraschte Dich mit einem Geburtstagsständchen auf der Blockflöte, weil Du ihr auch immer so schön auf dem Klavier vorspielst.

Gerade liegst Du noch nicht friedlich in Deinem Bettchen, sondern bist mit Papa in Alsdorf auf einem Bela B. Hörspiel. Ich bin gespannt, was Du erzählen wirst und hoffe, Du hattest ein tollen Geburtstag.

Du hast in Deinem 7. Lebensjahr so viel gelernt, bist so ein großer Junge geworden. Du liest unglaublich gerne und viel. Dein Büchereiausweis war notwendig und wird fleissig genutzt. Am liebsten liesst Du im Moment „??? Kids“ und Donald Duck Comics. Aber auch Harry Potter hast Du schon gelesen. Du gehst jeden Morgen mit Deinem Klassenkameraden zur Schule und kommst alleine wieder heim. Manchmal fragst Du mich, ob ich Dich abholen komme, da der Weg ca. 25 Min. dauert und Du keine Lust hast. Aber das ist in Ordnung. Die anfängliche Euphorie des „alleine gehen Dürfens“ ist verblasst. Ich liebe es, wenn Du Klavier spielst. Du übst meist gerne und ohne Erinnerung. Zum Schach gehst Du gerne auch wenn Du nicht oft gewinnst. Vermutlich würde ich aber gegen Dich verlieren, wenn wir gegeneinander spielen würden. Wenn Du im Moment etwas malst, dann sind es Ninjas. Dein ganzes Taschengeld gibst Du für Lego-Hefte aus. Manchmal auch für Trading-Cards. Im Moment bekommst Du 1 Euro Taschengeld pro Woche. Mittlerweile isst Du fast alles, am liebst magst Du gebratene Nudeln mit Hähnchen (thailändisch), Käsespätzle oder Nudeln mit Spinat und Lachs.

Du bist ein toller großer Bruder, der gerne teilt, immer hilfsbereit ist und gut auf den kleinen Bruder aufpasst. Du bist sehr selbstständig geworden und löst Dich immer mehr von uns. Du gehst alleine einkaufen und bleibst auch schon mal alleine zuhause, wenn ich Deinen Bruder vom Kindergarten abhole. Ich kann Dir vertrauen und mich auf Dich verlassen.

Bleib wie Du bist. Wir lieben Dich!

Deine Mama

Elternauszeit

Diese Woche haben wir uns etwas gegönnt, was wir gemeinsam nur sehr selten tun. Wir haben uns Zeit für uns als Paar gegönnt.

Schon vor einiger Zeit fragte mich Michi, ob wir nicht gemeinsam auf die Abschiedstour von Black Sabbath gehen sollten. Das Konzert in Berlin war an einem Mittwoch und so zögerte ich ein wenig, denn wie sollen wir das bewerkstelligen, jetzt, wo wir ein Schulkind haben? Ich fragte meine Mutter, ob sie sich zutrauen würde 3 Tage bei uns einzuziehen und dies auch für uns machen würde. Sie wohnt halt nicht um die Ecke und ist auch noch berufstätig, sodass unsere Auszeit auch noch davon abhing, ob sie Urlaub bekommen würde. Aber alles klappte und so kauften wir die Karten und buchten uns ein Zimmer im 25hours Hotel, welches uns netterweise einen Rabatt gab.

Ich war aufgeregt. Dass meine Mutter über Nacht bei uns Zuhause babysittet, war bisher noch nicht der Fall. Aber die Kinder freuten sich wie Bolle auf die Zeit mit Oma. Letztes Wochenende wurde der Mini dann auch noch krank, sodass ich Montag noch zur Ärztin fuhr, nur um sicher zu gehen, dass wir auch wirklich fahren können. Der vermutete „Hüftschnupfen“ (er hinkte) verursachte zwar zwecks Schonung mind. 2 Tage Kita-Verbot aber so kam er auch mal in den Genuss eines Oma-Tags.

Wir fuhren also Dienstag mit der Bahn nach Berlin. Die Fahrt war angenehm ruhig und ich holte erstmal ein wenig fehlenden Schlaf nach. Viel Zeit für uns zum (Aus-)reden und ausruhen.

14653152015896433635In Berlin angekommen war das Wetter traumhaft, wir fuhren zunächst ins Hotel und waren schwer begeistert. Unser Zimmer hatte eine Wahnsinns-Aussicht über den Zoo/Tiergarten und Berlin. Wir legten uns erstmal in die vor dem Fenster angebrachte Hängematte und genossen die Aussicht. Der Versuch, für den Abend im Hotel-Restaurant Neni einen Tisch zu bekommen, scheiterte weil uns 21:30h zum Essen nach der Bahnfahrt dann doch was zu spät war. Also gingen wir los und fanden in einem kleinen Hof einen netten Italiener, bei dem wir den Abend verbrachten. Zum Abschluss des Tages wollten wir dann noch in der Bar ganz oben im Hotel einen Cocktail trinken. Die Schlange vor der Eingangstüre unten irritierte ein wenig, aber Hotelgäste kommen per Aufzug immer ins oberste Geschoss und somit in die Bar, auch wenn unten niemand mehr reingelassen wird. Die Bar war gemütlich eingerichtet und Michael besorgte 2 Cocktails. Diese waren jedoch so stark, dass zumindest ich ihn nicht trinken konnte. Schade.

Den nächsten Tag begannen wir mit einem super Frühstück mit ganz viel leckeren Sachen. Es gab Milchreis – er war so lecker –  und ich musste an die Jungs denken.

Anschließend liehen wir uns die im Zimmer inklusive Fahrräder aus und radelten durch die Stadt. Es war sehr warm und diese Variante des Sightseeings schien uns angenehmer als S- und U-Bahn. Im Vergleich zu Aachen muss ich sagen, dass die Berliner Autofahrer doch wesentlich mehr Rücksicht auf Radfahrer (zumindest auf die, die direkt als Tourist erkennbar sind) nehmen. Naja, und es gibt auch mehr Radwege. 😉

Wir gingen dann noch was in Ruhe shoppen (ohne wirklich was zu kaufen) und aßen ein/zwei Currywürste.

14654507382552703655Zurück im Hotel ruhten wir uns noch was aus und fuhren dann mit der S-Bahn zur Waldbühne. Dort war es wie erwartet schon ziemlich voll, aber die Stimmung war gut und wir reihten uns in die Schlangen ein. Nach der Sicherheitskontrolle suchten wir uns einen netten Platz auf den Rängen, denn im Innenraum seh ich eh meist nix, wenn da Leute vor mir stehen. Die Vorband war nicht ganz mein Geschmack und kurz nach 8 kam dann endlich Black Sabbath auf die Bühne. Der Sound war super, nicht zu laut, nicht zu leise. Ozzy war gut gelaunt, sang aber bei vielen Liedern gerade in den tiefen Lagen ziemlich schief. Jeder um uns herum merkte es, aber es störte kaum jemanden im Gesamterlebnis. Typisch Ozzy animierte er das Publikum zwischendurch immer ein wenig mit „I can’t fucking hear you“ und bedankte sich für Applaus brav mit „God bless u all“. Und so vergingen 1.5 Stunden wie im Flug mit allen Hits und dann wars vorbei. Es war noch hell und ich hatte das Gefühl, Ozzy kann einfach nicht mehr und es war wirklich die letzte Tour. „The End“.

Wie die Ölsardinen fuhr das Publikum wieder Richtung Berlin und ich war sehr erstaunt, wie friedlich und reibungslos das bei solchen Menschenmassen funktionieren kann. Trotz Schienenersatzverkehr. Da können die Berliner noch so sehr über den Verkehrsbetrieb jammern, ich bin jedes mal erstaunt wie schnell man dort von einem Ort zum Anderen gelangen kann.

Am nächsten Morgen frühstückten wir nochmal ausgiebig im Neni und fuhren dann gemütlich mit der Bahn nach Hause.

Die Elternauszeit hat sehr gut getan, wir hatten viel Zeit zum Reden und Entspannen. Was auch wunderschön ist, ist die Freude, mit der man Zuhause wieder begrüßt wird. Auch das tut gut und kommt im Alltag doch eher weniger vor. Die Kinder waren glücklich über 3 Tage Oma, mit all den Vorzügen, die eine Oma so bieten kann. Und wir waren glücklich über gute Gespräche, glückliche Kinder und ein tolles Konzert einer 48 Jahre alten Band, die so einige Generationen miteinander verbindet.

Danke Mama, dass Du uns die Tage ermöglicht hast. :-*

3! Wow!

Mein lieber Oskar,

heute bist Du drei geworden und hattest einen wundervollen Tag. Du hast lange geschlafen und bist fröhlich aufgewacht. Du hast mich mit den Worten: „Mama, die Sonne ist schon aufgegangen!“ begrüßt und als ich Dir freudig zum Geburtstag gratulierte, strahltest Du über beide Ohren, nahmst mich in den Arm und drücktest mich ganz feste.

„Hast Du mir einen Minions-Kuchen gebacken?“ Aber natürlich habe ich Dir Deinen Wunsch erfüllt und Dir einen Kuchen gebacken. Auch wenn dieser recht klein war damit wir ihn beim Frühstück naschen konnten.

Wir gingen dann gemeinsam ins Wohnzimmer, wo schon Dein Großer Bruder und Papa auf Dich warteten. Die beiden sind nämlich keine Langschläfer.

DSC06098Du hast Dich gefreut, über all die Deko, die Geschenke auf dem Tisch und dem Kuchen auf Deinem Platz. Das Geschenk Deines Bruder hast Du zuerst ausgepackt. Er hat Dir viele kleine Sachen, die Du so sehr von ihm magst, eingepackt. Diese Geste fand ich einfach zauberhaft. Im Päckchen war ein Lego-Auto mit Männchen, ein Mini-Transformer, Glitzer-StarWarsKarten, Fussball-Karten, ein Dino, eine Müllmannfigur und ein Flummi. Du hast Dich riesig gefreut. Dann hast Du Deine Duplo-Eisenbahn ausgepackt und kamst aus dem Strahlen nicht mehr heraus.

„Willst Du die Eisenbahn erst aufbauen oder erst frühstücken?“ „Erst Frühstücken!“ Das spiegelt Dich sehr schön wieder. Du bist geduldig und weisst, was Dir gut tut.

Du bist so sehr gewachsen im letzten Jahr. Du hast schon lange keinen Schnuller mehr. Ohne Trara und Schnullerbaum. Nach Ostern wolltest Du auch keine Windeln mehr. Das Trocken sein klappt so erstaunlich gut, dass ich meist ohne Wechselsachen unterwegs bin. Du redest wie ein Wasserfall, versuchst Dich an komplizieren Wörtern und achtest sehr auf Deine Aussprache. Seit ein paar Wochen übst Du fleissig Radfahren. Du willst das unbedingt können und fragst immer wieder danach.

Du weisst genau, was Du willst und was nicht. Wir mussten lernen, was eine Trotzphase bedeutet, denn diese hat Dein Bruder nicht so intensiv durchgemacht. Du wirfst Dich auch schon mal auf den Boden, wenn Dir etwas nicht passt, lernst aber auch sehr schnell, dass das auch nicht zum Ziel führt. Du hilfst mir viel im Haushalt, willst immer mit mir Backen, denn dann darfst Du vom Teig naschen, und auch oft mit mir Kochen. Du räumst Dein Geschirr in die Spülmaschine und bist auch sonst meist ordentlich. Du bringst uns immer noch durch Dein freundliches Wesen permanent zum Lachen und böse sein, kann man Dir nicht sehr lange.

Heute hast Du den Nachmittag mit Deinen Freunden verbracht und eine Minions-Party gefeiert. Du hattest viel Spass und den Rummel um Dich genossen.

Jetzt schläfst Du wie ein Steinchen. Wir lieben Dich, Du Großer!

Endlich 6!

Mein großes Kind,

Du hast lange drauf gewartet und am Freitag bist Du endlich 6 geworden. Als Du noch jünger warst, hattest Du große Pläne für „wenn ich 6 bin“. Du wolltest Pilze essen. Und Zwiebeln. Und Paprika. Wenn wir scherzten, dass es zu Deinem 6. Geburtstag Zwiebelkuchen gibt, fandest Du das gar nicht lustig. Seitdem Du in die Schule gingst, hast Du nicht mehr jedem erzählt, wie alt Du bist. In der Schule bist Du der Jüngste und Du hast gemerkt, dass es Kinder gibt, die das als Anlass zum Ärgern nehmen.
Aber jetzt bist Du 6, so wie die andern auch. Das ist Dir wichtig. Wir haben zu Deinem Geburtstag Muffins für in die Schule gebacken und diese mit Marshmallows als Storm- und Clonetroopern verziert. Du warst sehr aufgeregt, als ich Dich morgens in die Schule brachte.
Wir haben das ganze Wochenende gefeiert und Du konntest mit Deinen Freunden zusammen eine StarWars-Party feiern.
Das letzte Jahr bist Du so sehr gewachsen. Du hast viel gelernt, wirst selbstständiger, suchst aber trotzdem unsere Nähe. Immer wenn ich Dich in den Arm nehme, wundere ich mich, wie schnell die Zeit verfliegt, wie ein Kind so schnell groß werden kann. Jeden Abend frage ich mich, wie lange Du noch ein Lied vorgesungen bekommen magst und wann der Tag kommt, an dem Du einfach alleine ins Bett gehen magst, ohne dass ich Dich zudecken soll. Lass uns versuchen, die Zeit nicht allzu schnell verfliegen zu lassen.

Ich bin unendlich stolz auf Dich!

Und schon wieder alles anders

Heute hat Anton seinen letzten Tag im Kindergarten. Für mich fühlt sich das seltsam an, denn es ist für mich kein Abschied vom Kindergarten, da Oskar nach den Ferien seinen Platz übernehmen wird. Aber mein Kind ist nun groß, lässt schon wieder einen Lebensabschnitt hinter sich und beginnt einen Neuen. Er ist voller Vorfreude doch auch ein wenig wehmütig. Er war gerne im Kindergarten, hat Freunde gefunden, konnte dort frei spielen und sich dadurch entfalten. Er malt phantasievolle Bilder, klettert meterhoch in Bäume, übernimmt gerne Verantwortung für Kleinere und kommt gut mit größeren Kindern aus. Er ist offen und findet schnell neue Freunde. Und auch wenn er in der Schule noch eine ganze Weile 5 Jahre sein wird, so wirkt er jetzt schon so groß, dass er nicht auffallen wird unter all den Regelkindern. Seine Kindergartenfreunde kommen alle auf andere Schulen, doch das stört ihn nicht, da er sich sicher ist, neue Freunde zu finden. Er freut sich auf das Lernen und versucht in den letzten Wochen überall Wörter zu entziffern. Ich bin so gespannt, wie er die Schule dann finden wird.

Selbstbildnis aus seiner KiGa-Mappe (ca. Oktober 2014)

Es wurde schon viel Abschied gefeiert. Erst feierten alle Vorschulkinder mit ihren Eltern und den Erzieherinnen ein Grillfest mit anschließendem Zelten auf dem Kindergartengelände. Für die Kinder war es toll, lange aufzubleiben, mit Stockbrot um ein Feuer zu sitzen und ein Abenteuer zu erleben.

Diese Woche feierten wir dann Abschied in der Gruppe, sodass sich die Kinder untereinander verabschieden konnten. Dazu waren auch die alle Eltern eingeladen. Und gestern dann feierten wir einen Abschiedsgottesdienst. Die Kinder sangen Lieder und führten einen Tanz auf. Ausserdem hatte jedes Kind ein Bild mit seinem Lieblingsort, Lieblingsfest und Lieblingsessen gemalt, das per Beamer an die Wand geworfen und vom Kind beschrieben wurde. Eine tolle Idee. Die Erzieherinnen drückten ihre Wünsche in einem Lied aus, was ich ganz toll fand.  Ich habe auch fast nicht weinen müssen. Erst bei den Fürbitten rollte ein kleines Tränchen runter. Ich bin bei sowas sehr sentimental. Unser Großer war dabei so selbstsicher, ohne Angst vor all den Leuten in der wirklich vollen Kirche. Ich hoffe, dass das in der Schule auch so ist.
Zum Abschied gab es noch eine Mappe mit den gesammelten Werken, Fotos von Geburtstagen und Ausflügen und den Beobachtungsbögen der Kinder. Ausserdem hatte jedes Kind ein Seidentuch mit einem Regenbogen bemalt, dass es nun zur Erinnerung überreicht bekam.

Und nun sitze ich hier und nutze die letzte halbe Stunde, die mein Kind noch im Kindergarten verbringt (und das kleine Kind neben mir schläft) um diesen Beitrag zu verfassen.

Danach kommen die Ferien und dann wird wieder alles anders. Wir werden uns einen neuen Rhythmus angewöhnen müssen, denn aktuell sind wir meist die Letzten in der Kindergartengruppe. Schule beginnt aber um 7:55h und das frühe Aufstehen muss geübt werden. Unser kleines Kind kommt dann auch schon in den Kindergarten und ich gehe wieder jeden Tag arbeiten. Ich bin ein wenig traurig, dass Oskar auch so schnell gross geworden und nun auch schon ein Kindergartenkind ist. Ich habe die Zeit mit ihm zuhause sehr genossen. Aber man merkt, wie gerne er in den Kindergarten gehen würde. Er geniesst es immer, wenn er mal ein paar Minuten dort spielen darf und ist dann schwer wieder raus zu bekommen. Ausserdem freut es mich, dass die anderen Kinder in der Gruppe sich teilweise auch schon auf ihn freuen. Ein Junge fragt bei jeder Gelegenheit, wann Oskar denn nun endlich kommt.

Ich sehe ihn schon oben in den Kletterbäumen sitzen und mit seinen Freunden Spass haben. Er wird genauso schnell groß sein, wie sein großer Bruder.

Und so geniesse ich jetzt die folgenden 4 Wochen mit beiden Kindern. Denn jeden Tag sind sie ein Stückchen größer und das geht viel zu schnell.

Fliegen mit Kleinkindern

Als Ergänzung zum letzten Post würde ich gerne einmal aufschreiben, was wir machen, damit das Fliegen mit den Kindern mehr Spass als Horror ist.

Vorbereitung

Für uns ist wichtig, dass die Flugdauer nicht allzu lange ist. Daher entschieden wir uns bei beiden Kindern für den ersten Flug zu einem Flug nach Menorca. 2 Stunden im Flugzeug ist für uns für den Anfang genug. Mit Anton sind wir auch schon nach Teneriffa geflogen, aber 5 Stunden Flugzeit ist auch das Maximum, was ich mit meinen Kindern machen möchte. Das macht mir ja selbst irgendwann keinen Spass mehr.

Für den Urlaub hat Jedes Kind seinen eigenen Trunki. Das sind Kinderkoffer mit Rollen, die so konstruiert sind, dass die Kinder sie wie ein Bobbycar nutzen können. Da diese als Handgepäck gelten, dürfen die Kinder dort in eine Hälfte das Spielzeug einpacken, dass sie auf die Reise mitnehmen wollen. In die andere Hälfte packe ich Wechselsachen und Windeln. Den eigenen Koffer packen zu dürfen macht beiden viel Spass und sie können es danach kaum noch abwarten. Also: nicht zu früh packen lassen. Die Koffer sind nicht ganz günstig aber ihr Geld wirklich wert. Ein ideales Geschenk zum ersten Geburtstag. 🙂

Ausserdem haben wir uns häufiger das Buch „Der Flughafen“ aus der Reihe „wieso weshalb warum“ angeschaut. Dadurch wurde der Ablauf am Flughafen vertrauter und zumindest der Große stellte nicht zu viele Fragen, was denn nun als nächstes passiert.

Am Flughafen

Durch die Trunkis sind die Kinder immer mobil und haben Spass. sie kommen schnell mit und müssen die teilweise langen Strecken nicht zu Fuss zurücklegen.

Einen Buggy haben wir uns dieses Jahr gespart und das ErgoBaby mitgenommen, um Oskar transportieren und unter Kontrolle halten zu können. Bei der Gepäckabgabe (Check-In haben wir schon online gemacht) blieb er in der Trage, damit er nicht abhanden kam. Bei der Sicherheitskontrolle musste ich ihn natürlich aus raus nehmen, habe aber erst alles in die Boxen gepackt und ihn dann aus der Trage genommen. Da muss man dann einfach ein bisschen ruhig bleiben in all der Hektik, die dort herrscht.

Zu den Gates rollten dann wieder beide Kinder mit den Koffern. Flugzeuge gucken ist ihre Lieblingsbeschäftigung. Es gibt aber ja auch eine Menge zu bestaunen.

In Köln am Flughafen gibt es vor manchen Gates kleine Spielplätze. Wenn man so wie wir bei unserem ersten Flug mit Kind eine Verspätung von 4,5 Stunden hat, ist sowas gut zu wissen. 😉

Auch auf Menorca ist der Flughafen sehr kinderfreundlich mit Spielmöglichkeiten ausgestattet.

Vor dem Einsteigen sollte man auf jeden Fall noch mal Wickeln. Einmal musste ich Anton im Flieger wickeln. Das war Horror! In diesen Mini-Toiletten sind zwar Wickeltische, diese sind jedoch so klein und unter dem gebogenen Flugzeugrumpf, dass er totale Panik bekam. Etwas, was ich nicht nochmal machen möchte. In Köln gibt es separate Wickeltoiletten, was einem als Frau manchmal sogar das Anstehen an der Damentoilette erspart.

Beim Einsteigen in den Flieger habe ich zumindest auf dem Rückflug Oskar wieder in die Trage gepackt und bis zum Platz transportiert. Das ist wesentlich angenehmer als mit dem Kind auf der Hüfte durch den Flieger oder wenn er selbst hinter den einsteigenden Schlage stehen muss.

Im Flugzeug

Im Flieger saß Michael zwischen den Kindern. So konnten sie sich beide ankuscheln, denn der Schlafmangel war schon spürbar.

Für den Start und die Landung ist es wichtig, dass Kinder oft schlucken, damit der Druck ausgeglichen wird. Schnuller für den Kleinen und Gummibärchen für den Großen reichten hier aus. Ich habe es jetzt schon mehrfach gesehen, dass bei Start und Landung Kinder unendlich schrieen und die Eltern hilflos waren. Für Kleinkinder darf auch immer ein Getränk durch die Sicherheitskontrolle mitgenommen werden. Wenn man keinen Schnuller hat oder das Kind noch zu klein für Gummibärchen ist, hilft auch Wasser oder Milch trinken.

Auf jeder Flugreise haben wir ein kleines neues Spielzeug für die Kinder dabei. Dies überbrückt schon einen Großteil der Zeit. Ansonsten gilt: Selbst ruhig bleiben. 🙂

Die meisten Kinder haben irgendwann keine Lust mehr. Oskar weinte auch kurz weil er vor Übermüdung auf dem Rückflug nicht einschlafen konnte. Ein bisschen kuscheln half hier aber ziemlich gut.

Manchmal ist weinen ja auch ansteckend. Auf dem Rückflug weinte ein Kind fast eine Stunden lang. Die Eltern ignorierten es einfach. Als die Mutter angesprochen wurde, reagierte sie nur mit „Die hört jetzt nicht auf zu weinen. Da kann man nix machen. Das ist ja wohl mein Kind, ich werd das schon wissen.“ Gut…. Jeder so wie er meint, Oskar war jedoch sehr irritiert und weinte kurz ein wenig mit. Michael setzte ihm dann Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung und seiner Lieblingsmusik auf. Zumindest unser Kind weinte dann nicht mehr.

 

Eigentlich ist fliegen mit den Kindern eine tolle Sache und für die Kinder ein spannendes Abenteuer. Der Bewegungsdrang im Flieger ist natürlich da, wir ziehen den Kindern die Schuhe aus und sie dürfen sich dann auch auf ihren Sitz legen oder knien. Bisher klappte die Ablenkung immer sehr gut.

Menorca im Family Club

Als wir das erste Mal nach der Geburt von Anton in Urlaub fuhren, waren wir verunsichert. Wir wählten die Pension in Domburg, in die wir schon viele Jahr zuvor gefahren waren. Doch plötzlich gefiel sie uns nicht mehr. Es störte, dass das Zimmer so klein war, dass es ein gemeinschaftliches Badezimmer gab und dass das Haus so hellhörig war, so dass wir jedes Mal, wenn das Kind weinte ein schlechtes Gewissen hatten. Ausserdem störte uns auch, dass die Besitzer des Hauses in ihrem Haus rauchten.

Der nächste Urlaub sollte anders sein. Wir suchten etwas, wo man sich mit Kindern willkommen fühlt. Nicht allzu weit weg und warm.

Unsere Wahl fiel auf einen Family Club auf Menorca, der uns so gut gefiel, dass wir dieses Jahr wieder dort hingefahren sind. Für beide Kinder war also Menorca die erste Flugreise, Anton war damals 9 Monate und musste noch auf dem Schoß sitzen, Oskar hatte dadurch, dass er schon 2 ist, einen eigenen Sitz. Beides ist aber bei einem Flug von 1:50h ok.

Der Flug ging dieses Mal recht früh, sodass wir noch vor Öffnung des Flughafens um 7Uhr auf Menorca angekommen waren. wir drehten also noch ein Paar Runden über dem Flughafen. Unsere Koffer kamen zügig und wir waren schnell im Hotel. Ich hatte extra so gepackt, dass im Koffer eine Tasche mit Badesachen, Sonnencreme etc. drin ist, da ich damit rechnete, dass wir erst im Nachmittag unser Apartment beziehen können. Doch beim einchecken kam die erste positive Überraschung: Das Zimmer ist schon fertig. Super. Vermutlich passiert einem das in der Hauptsaison nicht, aber so konnten wir uns in Ruhe ein wenig luftiger anziehen und ohne Gepäck frühstücken gehen. Nach dem Frühstück ging’s erstmal an den Kleinkinderpool, der mit seinen Piratenschiff-Rutschen die Kinder begeisterte. Vor 5 Jahren war diese noch nicht da, soweit ich mich erinnere.

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Zur Maus waren wir wieder im Zimmer, die wir nutzen, dass die Kinder sich ins Bett legten und noch ein bisschen Mittagsschlaf im Anschluss machten.

Nachmittags ging es dann ans ins Kikoland, wo die Kinderbetreuung und Animation stattfindet. Es gibt einen abgegrenzten Babyclub, in dem Kinder von 0-2 spielen dürfen. Mit oder ohne Eltern. Oskar war gerne dort (genau wie Anton damals), jedoch würde ich ihn niemals dort alleine lassen. Ich habe so viele traurige Kinder gesehen, dass ich echt immer heftig schlucken musste. Ich habe grossen Respekt vor den Betreuerinnen, die mit viel Geduld, die verwirrten und unglücklichen Kinder auf dem Arm wiegen, bis sie sich beruhigen oder einschlafen. Betten gab es in einem Nebenraum. Für alle über 2 gab es eine gemeinsames Programm. Spiele, Basteln, Schatzsuchen, Ausflüge… und für das meiste konnte man „Diplomas“ sammeln. Erwachsenenanimation gabs aus. Aber das ist nichts für uns. 😉

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Nach dem Kikoland gingen wir zum Meer, das über einen Tunnel vom Club aus ohne Strassenüberquerung erreichbar ist. Die Kinder buddelten und waren einfach glücklich. Und wir auch.

Dann ging’s zum Abendessen. Und hier macht sich dann bemerkbar, dass man sich wirklich in einem Family Club befindet. Alle Tische sind für Erwachsene und mind. 2 Kinder eingedeckt. Für Kinder gibt es bunte Plastikbecker und auch am Buffet stehen für Kinder überall bunte Plastikteller, -schüsseln und -besteck bereit. Es gibt ein separates Kinderbuffet auf Kinderhöhe, wo sie sich ihr Essen selbst auf den Teller legen können, und sogar eine Eistheke auf Kinderhöhe. Betritt man das Restaurant bringt der Kellern für die Kinder entsprechend Kindersitze oder Sitzerhöhungen. Auch wenn das Restaurant voll ist, sind immer genug Kindersitze vorhanden. Sogar Lätzchen kann man bekommen.

Als Eltern braucht man sich nicht Sorgen, dass man mit den Kindern unangenehm auffallen könnte. Es gibt nur andere Eltern mit Kindern. Natürlich ist die Lautstärke  um ein vielfaches höher als in „normalen“ Hotels. Daran muss man sich erstmal gewöhnen.

Anton liebte es, die Farbe seines Tellers mit dem Becher abzugleichen und sich selbst Essen holen zu können. Natürlich passieren bei so vielen selbstständigen Kindern auch öfters Kleckereien, an die die Kellner aber gewöhnt sind. Tischdecken werden immer gewechselt und unter dem Tisch durchgewischt, wenn nötig.

Das alles macht das Essen stressfrei und angenehm.

Abends gabs immer 2 Shows, eine speziell für Kinder mit Club-Tanz pipapo und danach eine, woran auch die Erwachsenen Spass haben könnten, aber immer noch kindgerecht. Je nach Müdigkeit der Kinder durften sie ein oder zwei Shows anschauen. Den restlichen Abend verbrachten wir Erwachsenen dann auf dem Balkon. Alle Getränke der Bar gab es auch „to go“.

Wir verbrachten unsere Tage vormittags meist am Pool und nachmittags am Meer. Mittags war Siesta angesagt. So waren die Kinder auch abends noch fit.

Mittwochs mieteten wir uns ein Auto und fuhren Richtung Mahón. Da die Insel nicht gross ist machten wir noch einen Zwischenstop auf dem Monte Torre und am Cap de Faváritx. Dort aßen wir auch unser Picknick, dass wir beim Hotel bekommen konnten, wenn man nicht mittags dort aß. In Mahón angekommen buchten wir eine Hafenrundfahrt durch den Naturhafen. Die Kinder fanden das Glasbodenschiff und die zu bewundernden Fische toll, wir Erwachsenen waren über die historischen Bauten und Informationen dazu überrascht. Alles in allem hat sich die Stunde Rundfahrt für alle gelohnt.
Die Kinder waren danach jedoch zu Müde, um noch mehr durch die Stadt zu bummeln, und so fuhren wir zurück zum Hotel.

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Michael mietete sich noch 2 Morgen ein Rad und strampelte ein wenig an der Küste entlang. Dafür war es mir definitiv zu warm.

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Der Rückflug war erst spät Abends, sodass wir auch noch einen ganzen Tag am Pool verbrachten.

Für einen unbeschwerten Urlaub mit Kindern, bei dem man sich um nichts kümmern muss und auch die Kinder sich nicht langweilen, eignet sich Menorca und der Royal Son Bou Family Club bestens.

Schon zwei!

Mein lieber Oskar,

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wie die Zeit verfliegt. Jetzt bist Du schon 2 Jahre alt und ich hab immer noch das Gefühl, dass es gar nicht so lange her ist, dass wir uns auf Dich gefreut haben.

Das letzte Jahr verging im Flug, Du hast soviel gelernt. Du kannst laufen und rennen. „Oka snell“. Du versuchst zu hüpfen. „Oka pfüpft“. Du liebst das Bobby-Car. „Kakaka“ dabei lachst Du dreckig, denn eigentlich kannst Du schon „Bobika“ sagen. Laufrad fahren findest Du super. „Oka selba Fahra farn“.

Du isst alleine, schüttest mit Vorliebe Dir Dein Getränk ein und auch sonst schüttest Du gerne von A nach B (und wieder nach A …). Du willst alleine durch die Welt gehen, ohne Hilfe Treppen steigen, Schuhe anziehen, Jacke ausziehen, ins Auto einsteigen und vieles mehr. „Oka selba“.

Dein Lieblingsspielzeug ist weiterhin die Murmelbahn und die Holzeisenbahn. Du baust mit Geduld deinen Strecken auf und lässt Murmeln und Eisenbahnen rollen. „Oka baut“.

Ausserdem liebst Du Musik. „Oka Siek machn“. Du kannst alleine den Verstärker anmachen, die CD in die Anlage legen und starten. In Mamas Zimmer schaffst Du es sogar, deine Lieblingstitel auszuwählen. So hören wir in Dauerschleife „Wickie“, „Hey Pipi Pampfpumpf“, „Ohohohoho“ (???-Kids Intro), „Supajunge“ und „Nee“.

Man versteht Dich immer besser und es ist spannend zu sehen, wie viel Mühe Du Dir bei der Verständigung gibst.

Du kuschelst gerne und möchtest abends nach dem Zubett gehen noch „Oka ’nute smusen. Einma!“.

Du bist oft frech, weisst aber ganz genau, wie Du gucken musst, dass Dir niemand böse sein kann. Wenn wir doch mal schimpfen müssen, ist Dein wirklich betroffenes Gesicht so niedlich, dass aller Ärger direkt wieder verflogen ist.

Wir lieben Dich, Du Sonnenschein.

 

Heute morgen war die Freude in Deinem Gesicht über die besonderen Momente nur für Dich wunderschön. Du hast Dich riesig über den von Dir gewünschten Maus-Kuchen gefreut und wolltest immer wieder deine 2 Kerzen auspusten.

Dein Bruder, der seine Liebe ja immer wieder über Geschenke kundtut, schenkte Dir zusätzlich zu unserem Geschenk spontan noch sein „Jim-Knopf“-Pixi, über das Du Dich gefreut hast, ihm einen Kuss gabst und „Danke sön“ sagtest, während Du darin blättertest. Alleine dieser Moment sagt so viel über Dich und Deinen tollen großen Bruder.