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Langsamkeit des Alltags

Der Mini ist aktuell ganz stark im „selba“-Modus angekommen. Alles muss erstmal selbst ausprobiert werden, Hilfe nimmt er nur an, wenn er nicht weiter kommt. Selber Treppen steigen, selber Schuhe anziehen, selber Milch einschütten…

Es ist wunderbar zu sehen, was er jeden Tag neues ausprobiert, wie er sich über seine Erfolge freut und sich dafür auch oft selbst nochmal lobt, „Bupa“ (super) sagt oder in die Hände klatscht.

Doch diese wachsende Selbstständigkeit stellt mich als Mutter oft auf die Probe, denn er bestimmt noch mehr meine Rhythmus, verlangsamt meinen Tag. Ein Gang vom Kinderzimmer ins Wohnzimmer dauert z.B. im Moment wg. 15 Stufen ungefähr 2 Minuten. Bei Terminen muss der höhere Zeitaufwand mit eingeplant werden, damit keine Stresssituationen entstehen.

Beim ersten Kind waren diese öfters der Fall, da man es einfach noch nicht gewohnt war, sich immer wieder an einen neuen Rhythmus des Kindes anzupassen. Erst musste Stillzeit und Pflege des Kindes mit eingeplant werden, bevor man morgens das Haus verlassen konnte. Hatte man sich daran gewöhnt, wollte es schon selber essen und der Zeitplan verschob sich. Danach sind es vielleicht nur die Schuhe, die es selber anziehen möchte. Am nächsten Tag kann es schon zusätzlich die Mütze sein.

Das dies so ist, ist mir nun wesentlich mehr bewusst und ich versuche, ihnen die Zeit zu geben, ohne innerlich die Uhr im Hintergrund ticken zu hören. Dies ist auch der Grund, warum ich im Alltag keine Uhr mehr trage. Der Kindergarten hat keine feste Zeit, zu der wir dort sein müssen. An normalen Tagen bestimmt also die innere Uhr das verlassen des Hauses. Haben wir morgens einen Termin, plane ich 2 Stunden vorher für Frühstück und Fertigmachen
ein. Sind wir schneller kann immer noch gespielt werden. Haben wir einen Termin direkt nach dem Kindergarten, plane ich 30min im Kindergarten ein
um den Großen abzuholen und auch ihm genügend Zeit zum Fertigmachen zu lassen. Vielleicht muss er noch sein Spiel beenden oder aufräumen oder einfach nur nochmal zur Toilette.
Ich möchte die Kinder in ihrer Selbständigkeit unterstützen und ihnen z.B. nicht noch die Schuhe im Kindergarten anziehen (was ich dort häufig beobachte), nur weil ich selbst unter Zeitdruck stehe.

Dies bedeutet natürlich, dass die Zeit mir für andere Dinge fehlt, aber ich fühle mich einfach nicht so gestresst und das tut auch den Kindern gut.

Von Piratenzauberern und Kamellemagneten

Nun ist Aschermittwoch und es wird Zeit, kurz was über die diesjährigen Kostüme der Kinder zu schreiben.

Als ich dieses Jahr den Großen fragte, was er denn zu Karneval werden wolle, sagte er „Zauberer! Warte Mama, ich zeige Dir ein Bild.“ Er verschwand und tauchte mit einem Piratenmalbuch wieder auf. „So eine Jacke, wie der hier.“ und deutete dabei auf das Cover und den darauf abgebildeten Piraten-Kapitän. „Aber das ist doch eine Piraten-Jacke“, antwortete ich und versuchte gleichzeitig zu verstehen, was er denn meinen könne. „Das tragen auch manchmal Zauberer.“ kam nur zurück. Wir sprachen lange und immer wieder über diese Jacke. Der Pirat trug unter der Jacke ein Rüschenhemd und die Rüschen an den Armen schienen wichtig zu sein. Auch die goldenen Verzierungen. So zog ich also mit keiner genauen Vorstellung los, um Zutaten für eine Zaubererjacke zu besorgen. Ich wollte es mir einfach machen, da ich befürchtete, dass das Resultat wohlmöglich nicht seinen Vorstellungen entsprechen würde.

Ich kaufte also einen dunkelblaue Kaputzenjacke und einen Meter Goldborte und setzte mich nachdem ich die Jacke gewaschen hatte hin, und trennte erstmal die Arme bis zum Ellbogen auf.

Dann nähte ich Rüschen und Borte an. Es sah nun der Piratenjacke schon ähnlich. Ich befürchtete sehr, dass er unglücklich werden würde, wenn ihn niemand als Zauberer erkennen würde, also schlug ich vor, ein paar Sterne aufzubügeln. Goldglitzernde Folie zieht eigentlich immer. „Aber dann kann ich die Jacke nicht mehr anziehen, wenn ich mich als Pirat verkleiden möchte!“ Achso, daher wehte der Wind. Ein Multifunktionskostüm wollte er also. Etwas, wo man sich spontan auch noch mal umentscheiden kann, vermutlich. So wie vor 2 Jahren, als er als Feuerwehrmann in den Kindergarten ging und beim Abholen ein Pirat war. Er hatte sich einfach von allen Freunden jeweils ein Teil geliehen, da fast alle anderen Piraten waren, und damit ein Kostüm zusammengebaut.

Ich frage also nochmal, ob er denn lieber als Pirat gehen wolle, aber er wollte Zauberer werden. Also versprach ich, ihm nach Karneval auch noch mal eine Piratenjacke zu nähen, und er stimmte den Sternen zu. Ich schnitt also die Sterne aus der Folie aus und bügelte sie auf die Arme. Dann noch 2 Kamsnaps an die Taschen, damit die Zauberstäbe auch drin halten und fertig war das Kostüm. Ich kaufte noch einen goldenen Hut, denn so ein Zauberer braucht ja auch einen Zauberhut.

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Für den Mini hatte ich mir bis dahin noch gar keine Gedanken gemacht. Irgendwann wurde mir jedoch in meine Facebook-TL ein Bild von einem Hühnchenkostüm gespült, was ich daraufhin unbedingt nachbauen wollte.

Ich beauftragte den Mann direkt damit, aus der Stadt eine weisse Federboa mitzubringen.
Auch dieses Kostüm war ziemlich schnell gemacht. Aus einem alten weissen Shirt in XL, schnitt ich ein Achselshirt in 98 aus, nähte nur Schultern und Seiten zusammen, der Rest blieb wie er war. Darauf wurde dann mit der Hand die Federboa festgenäht. Dazu hab ich diese ca 3x um den Bauch gewickelt und dann alle 10cm festgesteppt. Fertig.

Für das restliche Hühnchen nähte ich aus rot-weissem Ringelbündchen Arm- und Beinstulpen und für den Kopf aus einem Sweat-Rest in hellgrau eine Kapuze mit Kamm. Den Kamm zeichnete ich frei auf einen roten Nicki-Rest (doppelt), nähte die Rundung zusammen und stopfte mit Füllwatte aus. Beim zusammennähen der Kapuzenteile habe ich diesen einfach mitgefaßt. Wie im letzten Jahr musste auch dieses mal für den Kapuzen-Schnitt der HoodHoodie von FeeFee herhalten. Der ist ziemlich eng anliegend (zumindest beim meinen Kindern).
Als Highlight kaufte ich noch 2 paar Haushaltshandschuhe in gelb. Einmal in Größe S und einmal L. Diese sollten die Füße werden (drinnen und draussen).

Und angezogen war das Ganze echt der Hammer. Einfach nur super niedlich und dabei so schnell gemacht. Der Mini musste weder Kamelle rufen, noch sich für irgendetwas bücken. Aus jeder Gruppe kam mindestens ein verzückter Teilnehmer auf ihn zu und steckte ihm was in den Beutel.

Nur meine Mutter hat nun jede Menge Federflusen in der Bude. Nunja, irgendwas ist immer. 😉

magnet zauberer

Die WickelTARDIS

Susanne von geborgen-wachsen.de ruft zur Blogparade zum Thema „Elternhandtaschen“ auf und da ich eh meine Tasche dringend aufräumen muss, nutze ich doch einfach die Gelegenheit, hier das aufzulisten, was ich nach 5 Jahren Eltern sein wirklich brauche. 🙂

Vor der Geburt von Anton kaufte ich mir eine Wickeltasche beim Möbelschweden. Super unpraktisch das Ding. Wir haben es immer nur zum Babyschwimmen benutzt, da der kleine Mann dann nicht auf dem Schwimmbadboden umgezogen werden musste und etwas gepolstert war, aber ansonsten rausgeworfenes Geld. Einfach zu klobig und man bekommt zu wenig rein.

Ich wollte immer wieder eine schöne, tolle, praktische Wickeltasche besorgen, bin aber nie dazu gekommen bzw. war es irgendwie nicht notwendig, denn ne normale Handtasche tat es auch. Diese war nicht besonders groß und aus Webware. Es passte alles rein, was ich so brauchte. Ich nannte sie liebevoll meine WickelTARDIS. Aber auch die stärkste Webware gibt nach 2,5 jährigem tägliche Gebrauch auf und so wünschte ich mir zur Geburt von Oskar eine Wickeltasche.

Der Mann schenkte mir auch eine, jedoch ist diese sooo groß, dass ich sie immer nur benutze, wenn wir mind. 3 Tage unterwegs sind. Also fasste ich den Entschluss mir eine kleiner Tasche zu nähen, genauso wie ich sie brauche….. aber was soll ich sagen…. ne Skizze hab ich geschafft und meine heissgeliebte aunts&uncles tut es doch genauso gut. 😉

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Nun zum Inhalt:

  • Wickelsachen
  • Lätzchen
  • Wasserflasche (die ist nicht immer drin bzw. wird durch Keks-/Obstdose ergänzt)
  • Täschchen mit PIXI-Heften (Notfallbeschäftigung beim Arzt oder im Restaurant etc.)
  • Wind-und Wettercreme
  • Haargummi/Spange
  • Verschlüsse (wenn man mal Kekse oder so kauft… gegen Krümel in der Tasche)
  • Kaugummi
  • Taubenzucker
  • Handdesinfektionsgel
  • Taschentücher
  • Frauenhygienekram
  • Steriles Wundpflaster
  • Feuchte Tücher für Gesicht und Hände
  • nicht sichtbar: Stift/Einkaufschip
  • Geldbörse
  • Handy (musste die Fotos machen. 😉 )

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Alles zum Wickeln ist nochmal in nem separatem Täschchen. Hier sind drin:

  • Windeln
  • Wickelunterlage
  • Taschentücher
  • Wundcreme
  • Windelmüllbeutel
  • Feuchttücher

Je nach Marke passen bis zu 5 Windeln rein.

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Wechselsachen liegen bei uns in einem Plastikbeutel im Kinderwagen. Diese braucht man nun wirklich sooo selten, dass man sie nicht immer rumschleppen muss. In den ersten Monaten, wo noch so einige Windelunfälle passieren, hatte ich immer noch einen Body im Wickeltäschchen. Und dann hat man den Kinderwagen ja eh meistens dabei. Nun, wo Oskar schon größer ist, und wir den Kinderwagen meist nur bei Ausflügen benötigen, reichen die Sachen dort vollkommen aus. Zur Not borgt man sich einfach was, wenn man irgendwo zu Besuch ist.

Was fehlt ist meine Handcreme. Die hab ich wohl auf der Arbeit liegen gelassen oder sonst irgendwo verkramt.

Übrigens habe ich gerade in meine Handtasche noch ’nen Leergutbon über 9.90Euro von letzter Woche gefunden (neben ca. 1kg Kassenbons, die ich vor den Fotos aussortiert habe 😉 ).

Jippie! Danke Susanne. 😀

 

Die Pinnwand des Grauens

Sobald man ein Kind im Kindergarten hat, lernt man sie kennen. Die Pinnwand des Grauens. Hier werden die Krankheiten aufgelistet, die aktuell in der Gruppe aufgetreten sind.

Zum Verständnis für die Kinderlosen: hier stehen nicht Husten, Schnupfen oder Fieber drauf, sondern nur die „fiesen“ Sachen, die meist ziemlich ansteckend sind.

Meine persönliche Hitliste:

Platz 5: Magen-Darm

Mancher wird dies für sich auf Platz 1 stehen haben, aber unsere Kinder sind da sehr resistent. Bisher hab ich noch nicht wirklich geglaubt, dass einer von ihnen Magen-Darm hat. Irgendwie passten die Symptome nie. Daher bin ich auch immer zuversichtlich, dass sie sich nicht anstecken bzw. wenn symptomlos bleiben. *aufHolzklopf*

Platz 4: Windpocken

Das ist mehr so ne Kopfsache. Als das letzte Mal Windpocken auftraten, war ich gerade schwanger. Ich war mir zwar ziemlich sicher, dass ich Windpocken als Kind hatte, aber mein Kopf spielte trotzdem verrückt. In der Schwangerschaft ist eine Windpocken-Erkrankung doch ziemlich kritisch. Auch als der Mini noch nicht geimpft war, aber trotzdem täglich im Kindergarten zum bringen/abholen war, sorgte ich mich, dass er sich mit den typischen Kinderkrankheiten ansteckt. Mittlerweile sind beide Kinder geimpft und die Angst vor Windpocken lässt nach. Jedoch hatte der Mann sie noch nicht….

Platz 3: Parasiten

Läuse

Eklige Vorstellung, aber lässt sich bei kurzen Haaren hoffentlich schnell beseitigen (hatten wir auch noch nie). Ein Kamm liegt hier präventiv bereit. Ich mach mir da am meisten Sorgen um meinen eigenen Kopf und die doch ziemlich langen Haare.

Madenwürmer

Bis vor kurzem wusste ich noch nicht mal, dass es das gibt. Die Vorstellung alleine ist schon ekelig. Und die Tatsache, dass ca. 1/3 aller Kiga-Kinder Würmer hat, macht es nicht besser. Örgs.

Platz 2: Hand-Mund-Fuß

Auch etwas, dass ich vor dem Mama-sein nicht kannte. Der Große hatte es schon mal (und Gottseidank nur wenige Pusteln) der kleine noch nicht. Man scheint sich aber mehrmals anstecken zu können. Und als Erwachsener -erzählten mir schon einige Bekannte- soll es wohl wesentlich unangenehmer sein.

Platz 1: Bindehautentzündung

Das nehmen meine Kinder immer mit. Deswegen auch Platz 1.
Bei der ersten Bindehautentzündung habe ich Anton noch stundenlang vorm Fernseher geparkt, da er sich dann nicht bewegte und ich die aus dem Auge tropfende Flüssigkeit unter Kontrolle hatte. Nach dem ersten Tag mit Augentropfen wird es jedoch immer so gut, dass zumindest nichts mehr von alleine rausläuft. Aber das ständige Augen auswaschen und Augentropfen geben ist eine Tortur.

Aktuell auf der Pinnwand:
Madenwürmer, Magen-Darm und Läuse. Jippie!!!

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Oh Tannenbaum

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Ich liebe unseren Weihnachtsbaum. Am liebsten würde ich ihn schon am ersten Advent aufstellen und die ganze Weihnachtszeit über stehen lassen, aber da wir in der Zeit noch einen Kindergeburtstag feiern müssen, zieht er meist Mitte Dezember bei uns ein. Diesmal durfte Anton aussuchen und so suchte er sich einen „Überraschungsbaum“ aus. Noch im Netz, aber mit lustiger Krümmung an der Spitze.

Seit dem die Kinder da sind, wird er gemeinsam geschmückt, jeder dort, wo er ran kommt. So hängen im unteren Bereich viele Holzfiguren, die wir von meiner Schwiegermutter geerbt haben, da diese keinen Weihnachtsbaum mehr aufstellt. Ausserdem finden sich auf Kinderhöhe Strohsterne, Filzschlitten, kleine Glöckchen und Plastikkugeln, die ich beim zweiten Weihnachten mit Kind kaufte. Und Lametta. Viel Lametta. Aber auch alles andere, was die Jungs dieses Jahr aus der Dekokiste schön fanden, hangen sie auf. Es klemmen also noch Tischkartendeko-Elche an den Zweigen, Federn wurden eingesteckt und auf die Zweige wurden Sternchen gestreut.
Den oberen Bereich zieren auch einige der unkaputtbaren Baumanhänger, aber hauptsächlich Kugeln, die wir uns aus einem Winterurlaub von einigen Jahren als Weihnachtsgeschenk mitgebracht haben. Und noch 2 Mini-Bilderrahmen mit Fotos der Kinder. Fast jedes Jahr kommt ein neuer Anhänger hinzu. Sei es etwas gebasteltes von den Kindern, oder ein Geschenkanhänger, der aufgehoben werden musste.
Echte Kerzen am Baum gibt es bei uns nicht. Dafür brennt er auch viel zu oft und lange.

Er macht den Raum gemütlich, bringt die Kinderaugen auch nach Wochen noch zum glänzen, wenn sie ihn anschalten oder Anhänger betrachten. Er ist perfekt, gerade wegen seiner gekrümmten Spitze, wegen der schiefen Kerzen und dem bunt gemischten Schmuck.

Seit letztem Jahr feiern wir im kleinen Kreis gemeinsam mit meiner Schwiegermutter den heiligen Abend und auch da ist der Baum wichtiger Bestandteil geworden, denn das Christkind legt unter ihm die Geschenke für die Kinder ab und am Abend, wenn wir gemütlich zusammensitzen spendet er das Licht.

Noch eine Woche, dann wird er von den Messdienern abgeholt.

Mich zu trennen fällt mir jedes Jahr schwer. Es fehlt etwas, wenn er weg ist.

Schon fünf

IMG_3206.JPGMein lieber fünfjähriger Anton,

schön, dass es Dich gibt. Als Du vor fünf Jahren geboren wurdest, hatte ich nur eine grobe Vorstellung davon, wie ein Leben mit Dir sein könnte. Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie das Leben ohne Dich war.

Durch Dich lernen wir so viel, denn Du bist wissbegierig und stellst viele Fragen. Wie gut, dass es da das Internet gibt, denn manchmal wäre ich sonst sehr aufgeschmissen. 😉

Du redest gerne, viel und oft wie ein Großer, benutzt Worte, die mich manchmal zum schmunzeln und oft zum staunen bringen. Klugscheißer und Besserwisser sind für Dich keine Schimpfworte. Das bist Du gerne und mit Stolz.

Du spielst gerne mit grösseren Kindern, bist Kleineren gegenüber aber immer sehr hilfsbereit und freundlich. Dein kleiner Bruder vergöttert und liebt Dich. Du erträgst es nicht, wenn er weint und tust alles, damit er wieder lachen kann.

Am meisten liebst Du im Moment Dein Lego und den Tiptoi. Wenn Dir langweilig ist, hast Du Hummeln im Po, aber wenn Du in Deiner Welt versinken kannst, dann kannst Du genauso gut mehrere Stunden still Dich mit Dir beschäftigen. Spannende Filme findest Du toll, zuletzt schauten wir Ronja Räubertochter gemeinsam. Die Maus schaust Du gerne jede Woche, aber ansonsten fragst Du selten nach Fernsehen. Dafür umso mehr nach Hörspielen. Im Moment hörst Du mit Faszination die unendliche Geschichte.

In Deiner Freizeit machst Du gerade das Seepferdchen und gehst in die 2. Musikschulklasse. Beides macht Dir unheimlich Spaß. Ansonsten spielst Du gerne mit Deinen Freunden. Am liebsten mit Jonas, Erik und Mats.
Du malst gerne und bastelst in letzter Zeit oft auch alleine kleine Geschenke für uns.

Geschenke sind Dir sehr wichtig. Du gibst gerne und teilst mit allen. Damit zeigst Du uns, wie sehr Du uns magst. Manchmal mag ich ein Geschenk gar nicht annehmen, weil ich weiss, wie viel es Dir bedeutet hat. Wenn man ein Geschenk jedoch nicht annimmst, bist Du todtraurig, also tue ich es trotzdem und schmuggle es nach einiger Zeit wieder unter Dein Spielzeug. 🙂 Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel.

Hab ein schönes neues Lebensjahr. Wir lieben Dich.

 

Die Superhelden-Party

Wie schon im Post zur Piraten-Party erwähnt, durfte der Große auch diesen Sommer wieder eine Party schmeissen. Nach vielem hin und her bzgl. der Gäste, konnte er sich auf 6 Kinder einigen und da die Sommerferien im KiGa nahten, entschieden wir uns fürs Wochenende davor.
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Er hatte diesmal genaue Vorstellungen davon, was auf der Party passieren sollte, sodass ich auch noch in den Genuss kam, Umhänge für die Gäste nähen zu können.

Ich besorgte also:

3,2m weich fallenden Stoff (aus Kostengründen Satin – für 8 Umhänge, Oskar sollte ja auch einen bekommen)
0,2m glitzernden Stoff (Jersey)
Pappbecher/-teller
Girlande
Servietten
Aufkleber

Die Einladung

Passend zu der Party-Deko bastelte ich einfache Karten aus Tonpapier. Aus Zeitnot musste es nämlich schnell gehen.

Vorbereitungen

20140805-140932-50972161.jpgAnhand eines gekauften Umhangs erstellte ich ein Schnittmuster und nähte einfach nur die Kanten um. Besonders sauber war das nicht, aber es soll ja auch nicht für die Ewigkeit sein. Auf dem Rücken, am Halsausschnitt wurde vom Glitzerstoff ein Dreieck aufgenäht. da es sich um Jersey handelte, brauchte ich mich um mögliches ausfransen nicht zu kümmern. Anton wollte gerne für die Jungs schwarze, für die Mädels lila Umhänge haben. Der türkise Jersey passte zu beidem und machte aus allen Umhängen trotz der Farbunterschiede eine Einheit. Ich hab ja die Feststellung machen müssen, dass Jungs Glitzer genauso lieben wie Mädchen. Solange es nicht in rosa glitzert. 😉

20140805-140923-50963537.jpgIn der Zwischenzeit überlegte Anton sich 8 Superhelden. Er selbst wollte Blitz-Man sein. Das war klar. Hinzu kamen:
Hammer-Man
Raketen-Man
Feuer-Man
Sonnen-Man
Dinosaurier-Man
Stern-Woman und
Wasser-Woman

Da ein Kind absagte bevor ich alle Umhänge genäht hatte, wurde Dinosaurier-Man gestrichen und ich malte auf weisse Jerseyreste die Symbole. Diese kamen zentriert auf das Glitzerdreieck. Anschliessend noch selbstklebenden Klettverschluss angebracht und fertig.

Strohhalmsegel mussten natürlich auch noch her, waren aber schnell gemacht.

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Ausserdem bereitete ich ein Schnitzeljagd vor. Dazu überlegte ich mir eine Bösewicht-Geschichte und Hinweise, die auf der Route versteckt werden sollten. In eine Papiertüte kamen Lollies und Fruchtquetschen.

Die Party

Am Tag der Party war es wie die Tage zuvor auch schon heiss. Also dekorierten wir das Wohnzimmer, richteten aus Kissen eine Sitzecke ein und hängten die Umhänge an die Stühle am Esstisch.

Erster Tagespunkt: Superhelden-Meeting

Jedes Kind konnte sich bei Ankunft im Superhelden-Hauptquartier einen Umhang aussuchen. Anschliessend sammelten wir uns in der Sitzecke, ich erzählte, dass wir uns im Superhelden-Hauptquartier befinden, wo sich Superhelden für die Bösewicht-Jagd fit machen bzw. wieder erholen und erklärte, dass die Superhelden heute eine Aufgabe haben usw.. Dann las ich den Brief des Bösewichts vor.

Zweiter Tagespunkt: Fitness

1405976966302405601730Ich cremte erstmal alle ungecremten Kinder ein und wir gingen nach draussen. Auf der Straße übten wir Weitwurf, Fliegen (Weitsprung), Balancieren und Fangen. Ein paar Wolken waren aufgezogen und so konnte dieser Punkt auch mit viel Spass durchgeführt werden.

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Dritter Tagespunkt: Maskierung

Die Superhelden brauchten noch Masken. Diese hatte ich schon in verschieden Farben ausgeschnitten, und jedes Kind konne seine Maske nach belieben anmalen und bekleben.

Dann waren alle Superhelden fit und bereit für die Bösewichtjagd.

 

Vierter Tagespunkt: Folge den Hinweisen

1405977138813151201735Michael hatte während die Masken gebastelt wurden, die Hinweise und auch die gesuchte „Sonnensuperkraft“ versteckt. Die Hinweise führten die Kinder immer zum nächsten Hinweis und gemeinsam liessen sich diese auch gut finden. Das Päckchen hatte er auf dem Spielplatz auf einem Baum versteckt, sodass die Superhelden dort auch noch (mit Hilfe) hochfliegen konnten. Fand ich niedlich, die Idee.

 

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In der Zwischenzeit bereitete ich das Essen vor. Das Bild ist so dunkel, da der Raum fast komplett abgedunkelt war, wg. der Hitze.
Aus gleichem Grund, blieb die Gruppe nicht lange auf dem Spielplatz, sondern kam direkt nach Hause und so wurde erst noch was gespielt, bevor gegessen wurde.

Nach dem Essen gab es keine weiteren geplanten Punkte. Die Superhelden wollte einfach nur noch was spielen.

Der Tag war schön und heiss. Pommes war bei den Temperaturen nicht grad die tollste Idee. Die Küche wurde zur Sauna. Alle hatten riesig Spaß, auch Oskar war immer mitten drin. Die Kinder konnten natürlich die Umhänge und Masken mit nach Hause nehmen und so sparte ich mir diese Party-Tüten, die ich ziemlich doof finde.

Ich bin auf das nächste Jahr gespannt.

Die Piraten-Party

Der Große hat im Winter Geburtstag. Wintergeburtstage können toll sein, wenn Schnee liegt und man mit dem Schlitten fahren kann, doch meistens müssen sie drinnen stattfinden. Daher beschlossen wir bei Antons drittem Geburtstag, daß dieser nur klein gefeiert wird und er dafür im Sommer eine Party schmeißen darf. Das Thema war schnell klar. Piraten. Also warten wir, bis wir uns mit Oskar ein wenig eingelebt hatten, und planten die Party. Viele Eltern waren irritiert. Warum einfach eine Party schmeißen für ein Kind? Tja, warum nicht? Als Erwachsener schmeißt man doch auch ab und zu schon mal eine Party. Nunja.

Folgendes Party Zubehör besorgte ich:
Piraten-Pappteller und -becher + Piraten-Servietten,
Papp-Schatzkisten,
Piraten-Geschenkpapier,
Piraten-Girlande und Luftballons,
Edelsteine und Goldmünzen

Die Einladung

20140710-120810-43690031.jpgIch riss von DIN A5 Blätter den Rand ab und färbte diese mit Kaffee ein. Dazu befeuchtete ich sie leicht und tropfte anschließend Kaffee auf das Papier. Dieses legte ich in die Sonne, um es dort trocknen zu lassen. Nach dem Trocknen tropfte ich noch einmal Kaffee darauf und ließ es erneut trocknen. Das Papier wirkte so, als sei es irgendwo einmal vergraben gewesen. Anschließend wurde es mit Tinte beschriftet und mit Siegellack verschlossen.

Vorbereitungen

Ich überlegte mir 7 einfache Motive zum Thema Piraten. Diese zeichnete ich auf Tonpapier und bastelte Strohhalm-Segel daraus. Außerdem malte ich die Zeichen auf die Schatzkisten und auf ein DinA3 Blatt.

Eine Schatzkarte und ein Säckchen musste noch her, das war es aber dann auch schon an Vorbereitungen.

 

Die Party

Der Tag war nicht ganz so warm, etwas bedeckt, worüber ich sehr froh war, denn so konnten wir die ganze Zeit draussen bleiben. Morgens schmückten wir den Garten mit den Ballons und er Girlande und rückten die Möbel auf der Terrasse zurecht, dass auch alle Platz hatten. Wir begannen um 11Uhr, damit die 3-4 Jährigen nicht komplett aufgeregt den ganzen Tag verbrachten. Alle eingeladenen Kinder kamen auch, ziemlich pünktlich. Wie sich das gehörte, war jeder auch als richtiger Pirat verkleidet und brachte seine Waffen mit. Ich hatte zunächst geplant gehabt, diese einzusammeln, damit es keine Klopperreien gibt, doch alle waren friedlich und so durften sie die Waffen behalten.

Erster Tagespunkt: Tattoowieren

20140710-120810-43690771.jpgBei Ankunft wurde das jeweilige Kind zum Tättoowieren geladen. Dabei konnte es sich ein Zeichen aussuchen und dieses mit Schminke (ich hab hierzu einen wasserfesten Eyeliner genommen) auf den Oberarm tattoowiert bekommen. Nicht mehr verfügbare Zeichen überklebte ich mit einem Stückchen Papier, damit es nicht zu Streitigkeiten kam. Ich händigte dem Kind dann auch noch seine Schatzkiste aus, in dem es die Schätze des Tages sammeln konnte. Das tolle daran war, dass jedes Kind direkt ins Piratengeschehen eintauchen konnte, und man nicht drauf warten musste, dass alle Kinder da sind, bevor es los ging.

 

Zweiter Tagespunkt: Edelsteinsuche

20140710-120812-43692174.jpgIch erinnere mich daran, dass ich auf Kindergartenfesten als Kind es immer geliebt habe wenn man in einem Eimer sand nach kleinen Schätzen sieben konnte. Also versteckte ich einen Tag vorher in unserm Sandkasten Edelsteine und Muscheln und entfernte alles Spielzeug  ausser Schaufeln und Siebe. Erstaunlicherweise passten alle Kinder in unseren Sandkasten und buddelten. Der eine mehr, der andere weniger. Die Kinder, die weniger Steine fanden, bekamen aber von den anderen Kindern Steine geschenkt, und somit hatte jeder anschliessend eine kleine Anzahl Schätze, die er in seine Schatztruhe packen konnte.

Dritter Tagespunkt: Schatzsuche

20140710-120811-43691475.jpgWie auch die Einladungen, hatte ich das A3-Blatt mit Kaffee bearbeiten und eine Schatzkarte aufgemalt. Den Schatz, bestehend aus Süßigkeiten, Goldmünzen und Piraten-Badesalz hatte Michael zuvor in einem Leinensack mit aufgemaltem Totenkopf im angrenzenden Wäldchen versteckt. Er machte sich dann mit den Kindern und meinem Bruder + Schwägerin auf, den Schatz zu suchen. In der Zwischenzeit hatte ich Zeit, das Essen vorzubereiten und den Tisch zu decken. Als Tischdecke benutzte ich übrigens das Geschenkpapier, da sie draussen an den Kindergartenmöbeln essen sollten.

Schatzsuche ist natürlich immer das Highlight für die Kinder und so waren sie auch entsprechend lange unterwegs und anschließend total aufgeregt. Das Essen (Fischstäbchen mit Kroketten + Obst) war jedoch pünktlich fertig und so war etwas Zeit zum runterkommen. Ich hatte noch einen Kuchen zum Nachtisch gebacken, den aber bis auf ein Kind niemand angerührt hat. Trotz Totenkopf-Zuckerguss. Kann man sich also beim nächsten mal sparen. 🙂

Nach dem Essen teilten wir den Schatz noch in die Schatztruhen auf. Dann waren die 3 Stunden auch schon fast wieder rum. Der Papa eines Kindes hatte noch aus seinem riesigen Playmobil-Fundus für jedes Kind einen Playmobil-Piraten gesponsert (sogar eine Piratin für das eingeladene Mädel) und so spielten die Kinder die restliche Zeit noch mit ihren Männchen.

Dieses Jahr darf Anton wieder eine Party schmeißen. Nächste Woche. Superhelden. Ich hoffe, ich bekomm alles fertig. 😉

Basteln mit Jungs (2)

Als Neumama nimmt man sich vor, das Kind frei von Waffen und Gewalt groß werden zu lassen. So wollten wir also niemals ein Schwert o.ä. kaufen. NIE.

Dann wurde Anton 2 und wir gingen auf ein MPS. Nunja, was soll ich sagen, wir brachten 2 Holzschwerter mit. Und mit der Zeit sammelten sich die Waffen an. Ob man im Urlaub in ein Pannekoekhuis geht und es zum Kindermenü einen Helm und eine Stichwaffe gibt, oder auch beim Entenangeln ein Schwert ausgesucht wird. Man kommt nicht drumrum, ohne es noch viel interessanter für die Kinder zu machen. Einen schönen Blogpost hat dazu Mama Miez vor kurzem geschrieben.

Was macht man nun mit all den Schwertern, Dolchen und Äxten? Meist fliegen sie irgendwo im Kinderzimmer rum, denn aufräumen ist ja sowieso doof und in Kisten sind die immer so sperrig.

Vor kurzem sagte der Große, dass er einen Waffenständer basteln möchte.

20140627-140451-50691966.jpg20140627-140451-50691074.jpgUnd so suchten wir uns einen Karton, der ungefähr so breit war, wie das größte Schwert lang ist und mindestens so hoch wie die breiteste Schwertklinge. Wir steckten schon mal die Schwerter durch die Oberseite und schnitten einen Schlitz in eine Seitenwand, um ein Schild zu befestigen.
20140627-140450-50690175.jpg20140627-140449-50689208.jpgIn den Karton legten wir einen Sandsack (Butterbrottüte mit Sand gefüllt) zum beschweren und klebten alles gut mit Klebeband zu. Ein wenig dekorieren und bemalen und schon war der Waffenständer fertig. Super daran ist, dass er kaum Platz im Zimmer wegnimmt und die Waffen immer ordentlich nach Benutzung weggeräumt werden. Yeah!
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Mutterglück im Kleinen

… Und plötzlich malt dein Kind zwischen all den Monster-, Ninja-Turtle-, Spiderman-, Batman- und Winkinger-Bildern dieses hier:

Mama und Anton

<3 <3

 

 

Edit (27.06.14): Heute morgen hörte ich, wie der Große dem Papa erklärte, warum die Mama nur ’nen Kopf und Anton komplett gemalt ist. „Ich steh halt was weiter weg.“ Perspektive und so. Ich war baff.