Familienmanagement

Eine Reaktion auf meine Alltagsplaudereien war die Folgende: „Ich bewundere Dein Zeitmanagement! 😉 “ und ich dachte mir, ich schreib einfach mal auf, wie ich es so mache, denn ich komme im Moment ganz gut damit klar.

Als wir noch keine Kinder hatte ging ich natürlich den ganzen Tag arbeiten und machte den meisten Haushalt am Wochenende. Einkaufen gingen wir, wenn der Kühlschrank leer war oder wir Lust auf etwas bestimmtes hatten. Mit dem ersten Kind arbeitete ich zwar nicht mehr, jedoch musste ich jetzt die meiste Zeit mit der Pflege, Ernährung und Erziehung des Kindes verbringen. Ich machte alles immer noch nicht wirklich geplant, und hatte oft das Gefühl, nicht genug Zeit für alles zu haben.
Als er gross genug war, dass er mit uns zusammen essen konnte führte ich die erste Änderung ein. Ich musste jetzt mehr darauf achten, dass das Essen ausgewogen ist und auch allen schmeckt.
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Also wurde nicht mehr gekocht, worauf wir gerade Lust hatten, sondern ich erstelle einen Plan inkl. Einkaufsliste für die Woche. Dann gehe ich einmal einkaufen und besorge nur noch die Dinge, die am Tag frisch geholt werden mussten dann separat.
Der Plan hat sich seitdem bewährt und hat viele Vorteile. Ich muss nicht jeden Tag überlegen was ich koche. Dadurch spart man wirklich viel Zeit und erspart sich Stress. Ich verbringe wesentlich weniger Zeit im Supermarkt und kaufe gezielter ein, was dazu führt, dass wir auch viel weniger Lebensmittel wegschmeissen müssen. Denn das hatte mich auch schon länger gestört, dass wir oft vor allem Gemüse weggeschmissen haben, weil man viel zu viel gekauft hatte.
Bei der Erstellung des Plans achte ich darauf, dass einzelne Gerichte auch mal wegfallen können ohne dass man dann Lebensmittel wegschmeissen muss. Wenn z.B. man spontan große Lust verspürt, essen zu gehen, dann ist das immer drin. Tauschen ist immer möglich und ich berücksichtige Termine am Nachmittag und Abend. Sind wir mit Freunden am Nachmittag verabredet, muss das kochen schnell gehen. Wenn ich zum Zumba gehe, koche ich was, dass auch ne Stunde oder 2 warmgehalten werden kann.
Sehr gefreut hat es mich, als meine Mutter vor kurzem den Plan übernommen hat. 🙂
Den Plan erstelle ich übrigens mittlerweile immer von Dienstag bis Montag. Denn dann kann ich dienstags zum Markt und auch in Ruhe einkaufen gehen (da ist es wesentlich leerer als montags).

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Seit Anfang des Jahres habe ich einen weiteren Plan. Den Wochenplan. Dieser strukturiert meinen Tagesablauf und unterteilt die einzelnen Tage in 3 Bereiche. Morgens, Nachmittags, Abends. „Morgens“ ist die Zeit zwischen Kind im Kindergarten und Kind wieder abholen. „Nachmittags“ dann bis die Kinder im Bett sind und „Abends“ alles danach bis ich selbst ins Bett gehe.
Dieser wird Sonntags immer mit den Terminen der Woche gefüllt und der Montag geplant. Der Rest bleibt noch ungeplant und täglich wird er mit ToDos aufgefüllt. Dazu hängt er an präsenter Stelle an der Küchentür, denn da muss ich gefühlte 1000x vorbei, kann draufschauen, während ich was anderes erledige. Deswegen auch analog, denn digital hab ich probiert, funktionierte aber nicht. Alles was ich erledige wird durchgestrichen (für’s Erfolgsgefühl), alles was ich nicht schaffe mit ’nem Pfeilchen auf einen anderen Tag verschoben. Dinge, die ich wirklich ständig machen muss (z.B. aufräumen, Krümel wegwischen, Essen kochen..) und so Zeitfresser wie Windeln wechseln und Kind füttern tauchen darauf natürlich nicht auf. Nur die Sachen, die ich sonst vergessen oder prokastinieren würde. 😉
Ich habe dadurch immer einen guten Überblick, was noch zu tun ist. Priorisiert wird danach, ob grad das Kind friedlich spielt und ich nebenbei noch was tun kann oder es z.B. schläft und ich dann vielleicht besser nicht grad sauge. Die Nachmittage sind jedoch fast immer reine Spielzeit.

Vor dem Wochenplan hatte ich eine Liste für den aktuellen Tag. Mit 2 Kindern hab ich aber so den besseren Überblick.

Beide Pläne sind laminiert und mit abwaschbarem Stift beschreibbar. Schön ist vermutlich anders, aber es funktioniert (für mich). 🙂

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