Temporär alleinerziehend

Der Mann und ich sind nun seit knapp 14 Jahren zusammen, davon aber nur wenige Tage getrennt. Und die letzten 10 Tage sind dabei der längste Zeitraum überhaupt. Darüber kann so mancher nur lachen. Aber für uns ist das schon wirklich viel.

Seitdem wir Kinder haben waren es immer nur mal 2 oder 3 Tage. Die vergingen meist wie im Flug. Diesmal verging die Zeit auch wie im Flug, doch ich merke, wie mir seine Unterstützung fehlt. Heute fühle ich mich ziemlich ausgelaugt und bin froh, dass wir uns doch gegen ein Abholen am Flughafen entschieden haben.

Die Kinder waren in den letzten Tagen wirklich nicht anstrengend, doch das Dauerquasseln des besserwisserischen 4-Jährigen hat meine Nerven schon etwas strapaziert. Heute sagte ich ihm, dass ich einmal 5 Minuten Pause brauche woraufhin er fragte, ob es sei, weil er so viel reden würde. <3

Oskar hat die Nächte schlecht geschlafen, ist oft aufgewacht und hat nach Papa gerufen. Ich hab ihn irgendwann immer zu mir geholt, da ich auch endlich schlafen wollte. Schlafmangel macht sich bemerkbar.

Mir fehlt es, mich abends austauschen zu können, auch wenn ich abends jetzt so viel Zeit hatte, dass ich 2 Pullis, eine Bluse, ein Langarmshirt und ein weiteres Geheimprojekt genäht habe.

Wunderschön war es zu sehen, wie sehr sich die Kinder über jedes Video gefreut haben, das Papa schickte. Der Große hörte immer direkt mit seinem Tun auf, sobald ich sagte, dass ein neues Video gekommen sei. Und der Mini rief immer nur „Papa, Papa“. Küsse wurden dem Video gegeben. Glänzende Kinderaugen. <3

Gleich ist Boarding. Bald ist er wieder da. Wir freuen uns.

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