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Schon zwei!

Mein lieber Oskar,

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wie die Zeit verfliegt. Jetzt bist Du schon 2 Jahre alt und ich hab immer noch das Gefühl, dass es gar nicht so lange her ist, dass wir uns auf Dich gefreut haben.

Das letzte Jahr verging im Flug, Du hast soviel gelernt. Du kannst laufen und rennen. „Oka snell“. Du versuchst zu hüpfen. „Oka pfüpft“. Du liebst das Bobby-Car. „Kakaka“ dabei lachst Du dreckig, denn eigentlich kannst Du schon „Bobika“ sagen. Laufrad fahren findest Du super. „Oka selba Fahra farn“.

Du isst alleine, schüttest mit Vorliebe Dir Dein Getränk ein und auch sonst schüttest Du gerne von A nach B (und wieder nach A …). Du willst alleine durch die Welt gehen, ohne Hilfe Treppen steigen, Schuhe anziehen, Jacke ausziehen, ins Auto einsteigen und vieles mehr. „Oka selba“.

Dein Lieblingsspielzeug ist weiterhin die Murmelbahn und die Holzeisenbahn. Du baust mit Geduld deinen Strecken auf und lässt Murmeln und Eisenbahnen rollen. „Oka baut“.

Ausserdem liebst Du Musik. „Oka Siek machn“. Du kannst alleine den Verstärker anmachen, die CD in die Anlage legen und starten. In Mamas Zimmer schaffst Du es sogar, deine Lieblingstitel auszuwählen. So hören wir in Dauerschleife „Wickie“, „Hey Pipi Pampfpumpf“, „Ohohohoho“ (???-Kids Intro), „Supajunge“ und „Nee“.

Man versteht Dich immer besser und es ist spannend zu sehen, wie viel Mühe Du Dir bei der Verständigung gibst.

Du kuschelst gerne und möchtest abends nach dem Zubett gehen noch „Oka ’nute smusen. Einma!“.

Du bist oft frech, weisst aber ganz genau, wie Du gucken musst, dass Dir niemand böse sein kann. Wenn wir doch mal schimpfen müssen, ist Dein wirklich betroffenes Gesicht so niedlich, dass aller Ärger direkt wieder verflogen ist.

Wir lieben Dich, Du Sonnenschein.

 

Heute morgen war die Freude in Deinem Gesicht über die besonderen Momente nur für Dich wunderschön. Du hast Dich riesig über den von Dir gewünschten Maus-Kuchen gefreut und wolltest immer wieder deine 2 Kerzen auspusten.

Dein Bruder, der seine Liebe ja immer wieder über Geschenke kundtut, schenkte Dir zusätzlich zu unserem Geschenk spontan noch sein „Jim-Knopf“-Pixi, über das Du Dich gefreut hast, ihm einen Kuss gabst und „Danke sön“ sagtest, während Du darin blättertest. Alleine dieser Moment sagt so viel über Dich und Deinen tollen großen Bruder.

Schon fünf

IMG_3206.JPGMein lieber fünfjähriger Anton,

schön, dass es Dich gibt. Als Du vor fünf Jahren geboren wurdest, hatte ich nur eine grobe Vorstellung davon, wie ein Leben mit Dir sein könnte. Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie das Leben ohne Dich war.

Durch Dich lernen wir so viel, denn Du bist wissbegierig und stellst viele Fragen. Wie gut, dass es da das Internet gibt, denn manchmal wäre ich sonst sehr aufgeschmissen. 😉

Du redest gerne, viel und oft wie ein Großer, benutzt Worte, die mich manchmal zum schmunzeln und oft zum staunen bringen. Klugscheißer und Besserwisser sind für Dich keine Schimpfworte. Das bist Du gerne und mit Stolz.

Du spielst gerne mit grösseren Kindern, bist Kleineren gegenüber aber immer sehr hilfsbereit und freundlich. Dein kleiner Bruder vergöttert und liebt Dich. Du erträgst es nicht, wenn er weint und tust alles, damit er wieder lachen kann.

Am meisten liebst Du im Moment Dein Lego und den Tiptoi. Wenn Dir langweilig ist, hast Du Hummeln im Po, aber wenn Du in Deiner Welt versinken kannst, dann kannst Du genauso gut mehrere Stunden still Dich mit Dir beschäftigen. Spannende Filme findest Du toll, zuletzt schauten wir Ronja Räubertochter gemeinsam. Die Maus schaust Du gerne jede Woche, aber ansonsten fragst Du selten nach Fernsehen. Dafür umso mehr nach Hörspielen. Im Moment hörst Du mit Faszination die unendliche Geschichte.

In Deiner Freizeit machst Du gerade das Seepferdchen und gehst in die 2. Musikschulklasse. Beides macht Dir unheimlich Spaß. Ansonsten spielst Du gerne mit Deinen Freunden. Am liebsten mit Jonas, Erik und Mats.
Du malst gerne und bastelst in letzter Zeit oft auch alleine kleine Geschenke für uns.

Geschenke sind Dir sehr wichtig. Du gibst gerne und teilst mit allen. Damit zeigst Du uns, wie sehr Du uns magst. Manchmal mag ich ein Geschenk gar nicht annehmen, weil ich weiss, wie viel es Dir bedeutet hat. Wenn man ein Geschenk jedoch nicht annimmst, bist Du todtraurig, also tue ich es trotzdem und schmuggle es nach einiger Zeit wieder unter Dein Spielzeug. 🙂 Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel.

Hab ein schönes neues Lebensjahr. Wir lieben Dich.

 

Der erste Geburtstag

Mein lieber Oskar,

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nun bist Du schon ein Jahr und einen Tag alt und ich versuche immer noch die Gedanken zu sortieren, die ich in den letzten Tagen hatte.

An Deinem Geburtstag wurdest Du von Deinem großen Bruder liebevoll geweckt, der es kaum erwarten konnte, Dir zu gratulieren.

Wir sangen Dir noch im Bett ein Ständchen und aßen anschließend Kuchen zum Frühstück. Du hast gestrahlt. Über beide Ohren.

„Wie schön, daß Du geboren bist…“ trifft’s eigentlich ziemlich gut. Es ist toll, dass Du da bist. Du bist unser Sonnenschein. Du lächelst fast immer, bist selten traurig. Du ruhst in Dir, nimmst Dir Zeit, die Welt zu erkunden. Alles was Du tust, machst Du mit großer Vorsicht, hast aber keine Angst davor. Du kletterst gerne auf alles drauf und wenn Du irgendwo runter willst, klappt das gut. Du machst gerne Quatsch am liebsten mit Deinem großen Bruder. Dann lässt Du Dich auf den Bauch platschen und lachst und quietschst vor Freude. Du liebst Musik und wippst immer im Takt. Am liebsten isst Du Bananen, aber Du probierst auch alles andere. Käse magst Du nicht.

Du hast den tollsten Bruder der Welt, der Dich beschützt wie ein Löwe, der auf Dich aufpasst und der Dich immer wieder zum Lachen bringen kann, wenn Du mal traurig bist.

Du bringst mich so oft zum Lachen und es macht mich glücklich, wenn ich Dich und Deinen Bruder sehe. Schön, dass Du da bist und dass Du bist, wie Du bist. Wir lieben Dich.

Nur für Dich, Omi!

Liebe Omi,

heute ist Dein Geburtstag und ich vermisse Dich. So wie ich die letzten 15 Jahre an so vielen Tagen an Dich denke und Dich vermisse.

Ich denke an Dich, wenn der Himmel sich rosa färbt und die Engelchen backen.
Ich denke an Dich, wenn ich den Kindern das Fähnlein vorsinge.
Ich denke an Dich, wenn Anton auf der Arbeitsplatte sitzt und mit mir Teig rührt.
Ich denke an Dich, wenn ich Ostern ein Lämmchen oder Weihnachten „Je länger je lieber“ backe.
Ich denke an Dich, wenn ich mir einen Fingerhut aufsetze.
Ich denke so oft an Dich, dass ich gar nicht alles aufzählen kann.

Ich hab Dich vermisst, als ich von zuhause ausgezogen bin.
Ich hab Dich vermisst, als ich geheiratet habe.
Ich hab Dich vermisst, als Anton geboren wurde.
Ich hab Dich vermisst, als er seinen ersten Geburtstag feierte. Und auch bei jedem weiteren.
Ich hab Dich vermisst, als Oskar geboren wurde.
Ich werde Dich nächste Woche auf seinem ersten Geburtstag vermissen und an noch so vielen Tagen mehr.

Ich habe in Deinem Poesie Album geblättert, das ich hier bei mir habe und auf das ich gut aufpasse. Den Spruch Deiner Mutter – in Sütterlin geschrieben – habe ich entziffert:

Poesiealbum2Noch lächelt freundlich dir das Leben,
Noch kennst du nur das reine Glück,
doch wird’s auch trübe Tage geben,
denn wandelbar ist das Geschick.

Drum lerne früh an den dich halten,
der unserer aller Vater ist,
vertraue auf sein göttlich Walten,
selbst, wenn du nicht ganz glücklich bist.

Dies schrieb dir zur Erinnerung deine dich nie vergessene Mutter

Im Kriegsjahr 1943 im Mai.

Ich werde Dich auch nicht vergessen, Omi. Deine Enkeltochter Christina